Den falschen Mann zu lieben kann ernste Konsequenzen haben. Das zeigt die unglaubliche Geschichte einer jungen französischen Frau, die ab 1876 von ihrer Mutter für 25 Jahren auf dem Dachboden eingesperrt wurde.

Die junge Blanche Monnier hatte sich in einen älteren, wenig erfolgreichen Anwalt verliebt - und plante ihn zu heiraten, obwohl ihre Mutter der Verbindung kritisch gegenüberstand. Wenig später verschwand Blanche Monnier spurlos und ohne jede Erklärung. Ihre Mutter und ihr Bruder machten dem sozialen Umfeld klar, dass sie davon ausgingen, Blanche sei entführt und ermordet worden. Doch hinter diesen Behauptungen verbargen sie ein dunkles Geheimnis.

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Ein Brief lüftet das grausame Geheimnis

25 Jahre später erhielt der Staatsanwalt von Paris einen geheimnisvollen Brief. In dem nicht signierten Schreiben stand zu lesen: Herr Staatsanwalt, ich habe die Ehre Sie über ein ausgesprochen furchtbaren Sachverhalt zu unterrichten. Eine junge Dame wird im Haus der Madame Monnier festgehalten. Sie ist halb verhungert und lebt seit 25 Jahren von Abfällen und Exkrementen - oder um es anders zu sagen: Sie haust in ihrem eigenen Dreck.

Madame Monnier hatte in Paris einen hervorragenden Ruf. Die Polizei begegnete dem Schreiben daher mit einiger Skepsis. Dennoch wurde ein Trupp Polizisten entsendet, um im Hause Monnier nach dem Rechten zu sehen. Sie führten eine Hausdurchsuchung durch und fanden im Obergeschoss eine Tür, die zum Dachboden führte und mit einem Vorhängeschloss veriergelt war.

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Als sie das Schloss entfernten und den dahinter liegenden Bereich des Hauses betraten, schlug ihnen ein bestialischer Gestank entgegen. Schlimmer als der Gestank war jedoch der Anblick, der sich ihnen bot:

In der Ecke kauerte eine offensichtlich unterernährte Frau, die von Essensresten und Fäkalien bedeckt war. Es handelte sich um die lang vermisste Blanche Monnier. Sie wog nur 22,5 Kilo und war für ein Vierteljahrhundert von ihrer eigenen Mutter gefangen gehalten worden. Während ihrer Gefangenschaft hatte sie weder einen anderen Menschen noch das Sonnenlicht gesehen.

Ein Verbrechen von unbeschreiblicher Grausamkeit

Ein Polizist, der bei der Hausdurchsuchung mitwirkte, schilderte später Details aus dem Hause Monier: Blanche Monnier habe komplett unbekleidet auf einer verfaulten Strohmatratze gelegen. Um sie herum hatte sich eine Kruste bestehend aus Exkrementen, Fleischresten, Fisch und verschimmelten Brot gebildet. Über das Bett liefen Kakerlaken. In der Luft habe ein unbeschreiblicher Gestank gehangen, der es den Ermittlern unmöglich gemacht habe, länger als wenige Sekunden im Raum zu verweilen.

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Blanche Monier Mutter wurde auf der Stelle verhaftet. Nur 15 Tage später verstarb sie in Haft an einem Herzanfall, kurz nachdem sie ihr Geständnis abgelegt hatte. Der Polizei gestand sie, sie habe ihre Tochter von einer nicht standesgemäßen Liaison abhalten wollen. Sie habe ihre Tochter zur Besinnung bringen wollen und ihr gedroht, sie könne den Dachboden erst verlassen, wenn sie von ihrer Liebe abschwöre. 25 Jahre blieb Blanche standhaft - und auf dem Dachboden gefangen.

Blanche Monnier selbst verstarb 1913 in einer psychatrischen Klinik. #Horror #Verbrechen #makaber