Viele 'ältere' Menschen im deutschen Sprachraum würden wohl die Köpfe schütteln und fragen, was damit gemeint sei, dass eine Aktivität "mega fun" gemacht hätte. Wird der Umstand erklärt, so wird meist ein "früher war das nicht so" erwidert. Fakt ist jedoch, dass wir die heutige deutsche #Sprache nicht ohne diverse Einflüsse aus anderen Kulturräumen, also Einflüsse anderer Sprachen auf die germanische Sprache, so hätten, wie sie existiert. Doch ist die derzeitige deutsche Sprache nicht etwa der finale Zustand, der erreicht werden kann - Sie entwickelt sich langsam weiter.

Deutschnoten immer schlechter - Auch bei 'deutschen' Kindern

Ein weiterer Fakt, belegbar mit jüngsten Studien über Leistungen von Viertklässlern.

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Ich jedoch wollte eigentlich auf Mittelstufen-/Oberstufenschüler hinaus. Dass jeder ein Sprachprofi ist, verlangt ja keiner. Den Unterschied von seid/seit oder das Fehlen von Superlativen bei Worten wie 'allein' oder 'einzig' sollte in diesen Klassenstufen aber bereits bekannt sein, selbst mit LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche), mit denen heutzutage beinahe schon um sich geworfen wird, um jeden möglichen Defizit zu erklären.

Ein weiterer, dazugehöriger Fakt ist, dass einige Schulen inzwischen bereits verpflichtend zusätzlichen Deutschunterricht geben - Eben, weil die Deutschnoten so nachließen und nachlassen. Dann wird in Klasse 11 geübt, welche Wortendungen für Großschreibung sorgen und welche nicht.

Doch nicht nur die Deutschnoten des geschriebenen Wortes leiden. Immer wieder fällt auf, wie undeutlich sich manch einer doch ausdrückt.

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Das liegt nicht nur an Akzenten und Dialekten, wodurch ein "Isch geh zur #Schule" sondern zum Teil auch einfach nur ein "Isch geh Schule" entsteht - Der korrekte Satzbau zerfällt immer mehr (Und nein, das kommt nicht nur durch die Flüchtlinge, wie einige immer gern sagen). Auch die Verwendung von Abkürzungen im Sprachverlauf (z.B. "lol", "rofl") nimmt immer mehr zu.

Ist das denn nun schlecht?

In diesem Punkt muss man differenzieren; schlecht ist, dass die deutschen Kinder nicht mehr anständig schreiben können. Gut hingegen ist die generelle Sprachentwicklung, doch sollte man dabei auf dem Teppich (nicht auf dem Carpet!) bleiben. Mal ein paar Worte im Gespräch mit Freunden austauschen, schön und gut. Aber im Gespräch mit älteren Menschen als man selbst, vielleicht noch offiziellen?

Das geht wirklich nicht. Man sollte möglichst versuchen, beim Schuldeutsch zu bleiben, sofern man es denn kann. Korrekte Verwendung von Grammatik (ja, auch beim Sprechen), Betonung und Satzbau klingt nicht nur besser, es erleichtert dem Gesprächspartner beziehungsweise den Gesprächspartnern auch das Gespräch.

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Auch ist eine sachliche Sprache für Diskussionen besser und zielführender als eine zum Teil auch mal ausfallende Sprachführung. Jene kann schwerwiegende Konsequenzen haben, vor allem, wenn man Ernst genommen werden will.

Im Endeffekt bleibt es beim Sprachentwicklungseffekt. Zwar schneller als früher, mit Einflüssen, bestärkt durch die Globalisierung, aber es bleibt im Kern die deutsche Sprache. Die besonders auffälligen, der deutschen Sprache weniger guttuenden Wörter, werden seit 1991 als "Unwörter des Jahres" zusammengefasst. #Kommunikation