Laut dem WWF (World Wide Fund For Nature) sterben jährlich 20.000 Elefanten durch Wilderei. Zudem wird dem Elefanten Lebensraum durch Zerstörung weggenommen. Doch er ist nicht der einzige, bei dem der Bestand zurückgeht; laut der Internationalen #Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind um die 25.800 Tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben bedroht. Der Vorstand des #WWF Deutschland, Eberhard Brandes, kennt die Gründe: "Wilderei, Lebensraumverlust, Klimawandel und die dauerhafte Übernutzung natürlicher Ressourcen vernichten biologische Vielfalt. Wir Menschen verursachen das größte Artensterben seit Ende der Dinosaurier".

Bestände gehen drastisch zurück

Der WWF erstellte eine Liste mit Gewinnern und Verlieren 2017.

Zu den Verlieren gehören Schuppentiere, Fluginsekten, Elefanten, Seepferdchen und auch Koalas. Als Gewinner sieht der WWF unter anderem Meeresschildkröten, Fischotter und den Kaukasus-Leoparden.

Die meistgeschmuggelten Säugetiere der Welt seien, so der WWF, die Schuppentiere. 1,1 Millionen Tiere sollen in den letzten 16 Jahren illegal gehandelt worden seien. Auch, wenn der internationale Handel mit ihnen seit Januar 2017 verboten sei, so würden afrikanische und asiatische Behörden immer noch tonnenweise Schuppen beschlagnahmen.

Auch vor unserer Haustür sterben die Tiere. "In den vergangenen 27 Jahren nahm die Gesamtmasse fliegender Insekten in Deutschland um mehr als 75 Prozent ab.", so der WWF. Gefährdet sind auch die Koalas. Einer Analyse zufolge, seien in einigen Regionen Australiens in den letzten 27 Jahren 80 Prozent der Beutelbären verschwunden.

Durch Waldrodung, Straßen-und Siedlungsbau, aber auch den Klimawandel, würden die Tiere zurückgedrängt.

Klein, aber gefährdet: das Seepferdchen. Der gezielte Fang und Handel ist verboten, als Beifang landen sie jedoch häufig in Fischernetzen. Die Bestände der Tiere seien im Mittelmeer um bis zu 30 Prozent gesunken, so der WWF.

Es gibt Hoffnung

Einige Bestände haben sich laut dem WWF jedoch auch erholt. Der Bestand der Mekong-Irwadi-Delfine liege zwar nur bei 80 Tieren, jedoch wurden 2017 neun Delfinkälber entdeckt - der Bestand erholt sich, wenn auch nur langsam. Auch den Fischotter kann man in Deutschland in Zukunft öfter sehen. Durch Renaturierungsmaßnahmen und Nutzungsbeschränkungen für Gewässer siedle sich der Otter wieder langsam an.

Auch wenn von sieben Meeresschildkrötenarten sechs von der IUCN als gefährdet eingestuft werden, steige die Zahl in vielen Gebieten. Der Klimawandel, Müll, aber auch der Beifang bedroht die Reptilien jedoch weiterhin.

Man sieht aber, dass sich Bestände durch effektiven Schutz erholen können. Der WWF trägt dank seiner vielen Spender sehr viel dazu bei.

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