Am Mittwoch fand ein Unterwasserroboter aus Singapur weitere Wrackteile, des am 28. Dezember abgestürzten Flugzeuges. Der Air Asia Flug QZ8501 verlor auf seinem Weg von Surabaya nach Singapur, unter bisher noch ungeklärten Umständen, den Kontakt mit der Bodenkontrolle. Noch immer fehlt jegliche Spur der hauptsächlich indonesischen Passagiere und Crew-Mitglieder.  Die großangelegte internationale Suchaktion musste in den letzten Wochen immer wieder durch starke Strömungen, hohen Wellengang und schlechte Sicht unterbrochen werden.

Taucher untersuchen die Wrackteile

Der indonesische Präsident Joko Widodo dankte am Mittwoch nochmals allen Menschen, die an der fast dreiwöchigen Suchaktion beteiligt waren. In einem Fernsehkommentar sagte er, dass er sehr glücklich darüber sei, dass der Rumpf gefunden worden konnte. Ferner führte er aus, dass er hoffe, die noch vermissten Leichen zu bergen, um so das Leid der Hinterbliebenen zumindest ein wenig lindern zu können.

Die meisten der 162 Passagiere und Besatzungsmitglieder werden noch vermisst, und man hofft, diese in den jetzt gefunden Wrackteilen zu finden. Dabei sollen die Taucher prüfen, inwieweit die Körper einzeln geborgen werden müssen, oder ob eine Möglichkeit besteht, das Wrack vom Meeresboden zu bergen. Der Oberbefehlshaber Supriyadi, welcher die Such- und Rettungsaktion offiziell koordiniert, glaube dabei, dass das Wrack als Ganzes geborgen werden könne. In diesem Fall würden Ballons verwendet werden, um den gesamten Rumpf an die Meeresoberfläche zu befördern.

Die Wrackteile befinden sich in einer Tiefe von ca. 28 Metern im indischen Ozean, etwa 3 Kilometer von der Stelle entfernt, wo in der letzten Woche bereits das Heck gefunden werden konnte.

Ursachen des Absturzes weiterhin Unklar

Auch drei Wochen nach der Tragödie sind die Ursachen weiterhin unklar. Es wird jedoch vermutet, dass schlechtes Wetter den Absturz ausgelöst haben könnte. Diesen Rückschluss lässt zumindest die letzte Konversation zwischen dem Piloten und der Flugsicherung zu, in welcher der Pilot anfragte höher fliegen zu dürfen um einen Sturm zu umgehen.

Die Behörden hoffen durch die Auswertung des Flugschreibers genauere Erkenntnisse zu erhalten. Dieser wurde Anfang der Woche geborgen und wird momentan in Jakarta ausgewertet. Bis zur abschließenden Klärung der Absturzursachen kann es allerdings noch bis zu einem Jahr dauern.