Als Reaktion auf die Terroranschläge von Paris, kam es am Dienstagabend vor dem Brandenburger Tor zu einer Kundgebung gegen den Terrorismus. Die Veranstaltung unter dem Motto „weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit" wurde von dem Zentralrat der Muslime organisiert. Neben mehr als 10.000 Menschen beteiligte sich auch eine Vielzahl deutscher Spitzenpolitiker an dieser Mahnwache, unter Ihnen auch Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Gauck. Letztgenannter richtete dabei mahnende Worte an das Volk.

Gauck erinnerte die Bürger in seiner Rede daran, dass Deutschland ein weltoffenes und demokratisches Land sei, in dem alle Menschen willkommen sind, ganz gleich welcher Religion sie angehören oder wo sie herkommen. Des Weiteren führte er aus, dass der Hass der Fanatiker bei den Deutschen keine Angst auslöst, sondern ein Ansporn für die westliche Welt ist, noch enger zusammenzurücken. Dabei lobte er auch die gute Integration der Mehrheit aller Muslime und dankte all denen, die sich von dem Terror distanzieren.

Gleichzeitig verurteilte er jegliche Art von Extremismus, was sich sowohl auf die im Nahen Osten kämpfenden Muslime, als auch auf die in Deutschland immer stärker werdende Pegida-Bewegung, richtete. In diesem Zusammenhang rief er alle Deutschen zur Solidarität auf und verdeutlichte nochmals, dass es im Interesse aller Bürger ist, sich gegen diese Art von Anti-Islamismus zur Wehr zu setzen. Er forderte eindringlich dazu auf, dass die Bürger noch häufiger versuchen sollten aufeinander zuzugehen und versuchen sollten die Barrieren, die zwischen den verschiedenen Menschen stehen, abzubauen und zu überwinden.

Im Anschluss an die Mahnwache verdeutlichten die Menschen, der verschiedensten Religionen und Herkünfte nochmals Ihre Einigkeit und Entschlossenheit, indem sie sich einhakten. Deutschland sendet damit ein klares Zeichen gegen den Terror und verdeutlicht sein Bestreben sich in der Welt als ein weltoffeneres Land zu positionieren, in dem Menschen aller Religionen und Herkunft herzlich willkommen sind und friedlich miteinander zusammenleben.