Die am Mittwoch veröffentlichten 3 Millionen Exemplare des französischen Satiremagazins waren innerhalb eines Tages ausverkauft. Das Magazin bestätigte, dass Aufgrund der hohen Nachfrage nun weitere Exemplare gedruckt werden sollen, sodass die Gesamtauflage 5 Millionen Exemplare betragen wird.

Neuerliche Karikatur sorgt für Unmut bei Muslimen

Die neue Ausgabe des Magazins sorgte allerdings nicht überall für Begeisterung. Muslime auf der ganzen Welt zeigten sich durch die erneute Darstellung des Propheten Mohammed verärgert. Unter ihnen auch der IS und die afghanischen Taliban. Letztgenannte ließen über die Nachrichtenagentur AFP wissen, dass sie die Aktion als widerlichen und unmenschlichen Akt verurteilten. In früheren Stellungnahmen hatten beide Organisationen die letztwöchigen Anschläge gelobt.

Die neuste Karikatur zeigt dabei einen weinenden Propheten mit einem Schild in der Hand, auf dem steht „Ich bin Charlie. Alles ist vergeben.“ Das Motto „Ich bin Charlie“ entstand als eine Botschaft der Unterstützung nach den Anschlägen vom 7. Januar und steht weltweit sowohl für das Magazin als auch für freie Meinungsäußerung.

Frankreichs Präsident Hollande spricht von Wiedergeburt

Das französische Staatsoberhaupt Hollande zeigte sich erfreut über den Erfolg der neusten Auflage des Magazins. Dieser sagte, dass Charlie Hebdo lebe und auch in Zukunft weiterleben werde. Ferner führte er aus, dass Ideen nicht der Ermordung von Menschen sterben würden, sondern ewig weiterleben.

Die neuste Auflage des Magazins wird über 5 Millionen Exemplare betragen. Verglichen mit der Standardauflage von 60.000 Exemplaren, kann Hollande ohne Zweifel zugestimmt werden, wenn dieser von einer Wiedergeburt des Magazins spricht. Sämtliche Einnahmen, des unter dem Titel „Alles ist vergeben“ geführten Magazins, werden dabei an die Familien der Opfer gehen. Insgesamt wird die neuste Auflage in sechs verschiedenen Sprachen erscheinen, unter anderem auf English, Arabisch und Türkisch.

Die Attentate in Frankreich hatten insgesamt 12 Todesopfer gefordert. Beim Anschlag auf Charlie Hebdo am 7. Januar wurden acht Journalisten des Magazins getötet, einschließlich des Chef-Redakteurs. Bei einem weiteren Angriff, nur zwei Tage später, wurden in einem jüdischen Supermarkt vier weitere Menschen ermordet.