Laut dem statistischen Bundesamt hatten im Jahr 2011 insgesamt 18.2% bzw. circa 16 Millionen Bundesbürger einen Migrationshintergrund. Bezogen auf die Städte, finden sich dabei Frankfurt am Main, Stuttgart und Nürnberg an der Spitze wieder. In diesen drei Städten beträgt die Anzahl der Personen unter 18 Jahren mit einem Migrationshintergrund über 50%. Allerdings sind davon bei weitem nicht alle Menschen Muslime. Insgesamt leben lediglich 4 Millionen Moslems in Deutschland, was einem Anteil von lediglich 5% entspricht.

In welchen Gebieten muss man besonders aufpassen?

Die größte Gruppe stellen hierbei die Türken mit einem Anteil von 20,2% aller Migranten, gefolgt von den Polen (6,8%), Russen (6,0%) und Italienern (5,8%). Personen mit Migrationshintergrund sind sehr unterschiedlich über die Bundesrepublik verteilt. Der Großteil von ihnen lebt in den Großstädten und Ballungsräumen des Landes. Zudem ist eine klare Verteilung zwischen West- und Ostdeutschland zu erkennen. Während sie in Westdeutschland durchweg über 10% der Gesamtbevölkerung stellen und in Teilen sogar über 25% und mehr, beträgt ihr Anteil in Ostdeutschland unter 10% und in weiten Teilen sogar unter 5%. Dies spiegelt sich auch im Ausländeranteil wieder, während dieser in Westdeutschland bei 9,8% liegt, beträgt er im Osten nur 2,4%. Im Anbetracht dieser Zahlen erscheint es doch mehr als verwunderlich, warum eine Bewegung wie die #PEGIDA, gerade in Dresden so viel Zulauf erhält.

Sind diese sogenannten Migranten den wirklich so anders als Deutsche?

Das Durchschnittsalter von Personen mit Migrationshintergrund liegt mit 34,4 Jahren deutlich unter dem von Personen ohne Migrationshintergrund.

Zudem ist die Familie im klassischen Sinne, bei Personen mit Migrationshintergrund mit 56,7% deutlich häufiger vertreten, als bei den Deutschen mit 35,5%. Ehepaare ohne Kinder, Alleinerziehende oder alternative Lebensformen sind bei ihnen dagegen erheblich seltener. Außerdem leben sie mit 13% auch seltener in Singlehaushalten als Deutsche, bei denen diese Gruppe mit 20% vertreten ist. Ihr Haushaltsnettoeinkommen beträgt 2.017 Euro und ihre durchschnittliche Verweildauer beläuft sich auf 21,4 Jahre.

Im Anbetracht dieser Fakten kann von keiner Islamisierung Deutschlands gesprochen werden. Zudem verdeutlichen diese Zahlen auch, dass die Migranten inzwischen eine tragende Säule in der deutschen Gesellschaft sind. Aufgrund ihres deutlich jüngeren Durchschnittsalters, werden diese in Zukunft sogar noch an Bedeutung gewinnen. #Islam