Nach dem Wahlsieg von Syriza ist es unsicher was mit Griechenland passiert. Doch das Land erhält Hilfe aus Russland. Auch wenn die Griechen noch nicht offiziell nach einem Kredit gefragt haben, hat der russische Finanzminister Anton Siluanov bereits seine Hilfe angeboten, sofern die Griechen frisches Geld brauchen sollten. Damit reagieren die Russen auf die neuerlichen Äußerungen der Griechen, dass diese nicht bereit seien weitere Sanktionen der EU zu akzeptieren.

In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC betonte Siluanov am Donnerstag, dass sich Russland bei einer Anfrage von Griechenland ernsthaft mit den Möglichkeiten einer Kreditvergabe beschäftigen werde. Dabei könne sich das Land keine Situation vorstellen in der Russland den Griechen eine Unterstützung verwehren würde.

Griechenland will keine neuen Sanktionen akzeptieren

Nach dem Wahlsieg der linksgerichteten Syriza in Griechenland am vergangenen Sonntag, versprach der neue griechische Präsident Alexis Tsipras, dass er die Schulden des Landes, in Höhe von 317 Milliarden Euro, neu verhandeln wolle und keine weiteren Sanktionen der EU akzeptieren werde.

Den Griechen bleibt noch bis zum 28. Februar Zeit, um mit den EU-Politikern die nächste Tranche des Rettungsfonds zu verhandeln. Sollte das Land auf seinen Forderungen beharren, wird es ernsthafte Schwierigkeiten haben seinen Staatshaushalt weiter zu finanzieren und seinen Verpflichtungen gegenüber den Schuldnern nachzukommen. Dadurch würde ein Austritt aus der Eurozone und ein Staatsbankrott immer näher rücken.

Insgesamt hat Griechenland bisher, in zwei Tranchen, bereits 240 Milliarden Euro durch den europäischen Rettungsschirm erhalten.

Griechenland zeigt sich solidarisch mit Russland

Das neugewählte Parlament ließ direkt nach dem Wahlsieg keine Zweifel an seiner Solidarität mit Russland aufkommen. Dabei gab Tsipras zu Protokoll, dass er für ein Ende aller Sanktionen gegen Russland sei und dass es sich Griechenland vorbehalte bei zukünftigen Abstimmungen über mögliche Sanktionen ein Veto einzulegen. #Europäische Union