Laut der UNO-Flüchtlingshilfe sind weltweit mittlerweile 16,7 Millionen Menschen auf der Flucht: Kriegerische Konflikte nehmen zu und werden insbesondere in Afrika und dem Nahen Osten mit einer vor wenigen Jahren noch unvorstellbaren Brutalität ausgetragen.

Konfliktfreie Unterbringung im eigenen Kulturraum

Das Gros der Flüchtlinge wird in der einheimischen Region untergebracht: Allein in Jordanien befinden sich über eine Million geflüchtete Syrer. Vornehmlich handelt es sich dabei um die Unter- und Mittelschicht, die darauf hofft, möglichst schnell wieder in die Heimat zurückkehren zu können. Spannungen zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Flüchtlingen sind kaum bekannt: Gemeinsame Kultur und Sprache sowie der Rückkehrwille sorgen für Solidarität.

Die Oberschicht schickt ihre Söhne nach Deutschland

Die Oberschicht in Krisengebieten - aber auch immer mehr in Nicht-Krisengebieten - hat hingegen oftmals andere Pläne: Schleuser sollen die eigenen Söhne nach Europa bringen. Laut Eurostat waren rund 75 Prozent der mit Abstand größten Altersgruppe der 14- bis 34-jährigen europäischen Asylbewerber männlich. Mindestens 5000 Euro kostet die gefährliche Überfahrt: Mehr als doppelt so viel, als der durchschnittliche Syrer in einem ganzen Jahr verdient und damit vollkommen unbezahlbar für den syrischen Normalverbraucher in der heutigen Situation. Selbst die aus Syrien kommenden Asylbewerber gehören also oftmals zu denjenigen, die in ihrer Heimat am wenigsten unter der Verfolgung zu leiden hatten: Junge Zöglinge wohlhabender Familien. Frauen, Kinder und weniger gut Betuchte schauen hingegen in die Röhre: Ein unhaltbarer Zustand, der mit einer gerechten Inanspruchnahme von Asylrecht nichts, mit rücksichtsloser Vorteilsnahme auf Kosten der Gastgebergesellschaften und der tatsächlich Verfolgten hingegen sehr viel zu tun hat.

Schlepperbanden werben mit deutscher "Willkommenskultur"

Wunschziel ist aber nicht Italien oder Griechenland, wo die Schiffe - so sie nicht untergehen - ankommen, sondern Deutschland: Die Begeisterung von Kirchen und Parteien über die zahlreichen Neuankömmlinge und die Diskussion über eine Erleichterung der Arbeitsaufnahme sowie das Verfassungsgerichtsurteil, was Asylbewerber praktisch mit Hartz4-Empfängern gleichstellt, sind die besten Werbeargumente der Schlepper-Mafia. Selbstkritische Reflektion der selbst gesetzten Anreize, die gefährliche Reise nach Europa zu wagen und die Frage danach, wer da eigentlich genau kommt, ist in weiten Teilen der Gesellschaft immer noch tabuisiert.

"Flüchtlinge" aus Urlaubsländern

Noch grotesker erscheint die Lage bei denjenigen Flüchtlingen, die beileibe nicht aus Krisengebieten kommen: Am 3. Februar nahm die Bundespolizei in Flensburg eine Gruppe Marokkaner fest, von denen einer bereits mit 17 verschiedenen Identitäten in Deutschland Asyl beantragt hatte. Auch "Flüchtlinge" aus anderen Urlaubsländern machen immer wieder Probleme: In Großröhrsdorf (Sachsen) erwartete man syrische Flüchtlingsfamilien und erhielt 17 junge Männer aus Tunesien, die es schafften, binnen 48 Stunden vier Polizeieinsätze auszulösen.

Islamistische Wölfe im Flüchtlings-Schafpelz

Bei tschetschenischen Flüchtlingen ist die Situation noch kurioser: In Tschetschenien werden Islamisten von der dortigen kremltreuen Regierung knallhart verfolgt, weswegen sie ausgerechnet in Deutschland Asyl beantragen. Die Folge: Straßenschlachten in Celle und Hamburg zwischen Kurden und tschetschenischen IS-Sympathisanten und 30 krankenhausreif geprügelte Christen in einem Berliner Asylantenheim.

600.000 Illegale: Abgeschoben wird praktisch nicht

Erschreckendes offenbarte auch jüngst eine Anfrage von Johnannes Singhammer (CSU) an das Bundesinnenministerium: 600.000 abgelehnte Asylbewerber leben derzeit in Deutschland, aber gerade mal 15.000 werden pro Jahr abgeschoben. 40 von ihnen - tätig als Drogendealer - griffen im Dezember bei ihrer Festnahme am Dresdner Hauptbahnhof Polizisten mit Glasflaschen an: Ironischerweise ein Tag nachdem #PEGIDA in selbiger Stadt eben diese Missstände anprangerte.

Der Januar des neuen Jahres lässt keine Besserung erkennen: Wenn die Asylverfahren nicht drastisch beschleunigt und konsequent abgeschoben wird, werden die Konflikte in den Köpfen und auf den Straßen weiter zunehmen, die leidtragenden tatsächlich Verfolgten werden weiter in die Röhre gucken und die Gesellschaft wird weiter gespalten. Während 2014 im Januar 12.556 Flüchtlinge in Deutschland eintrafen, waren es diesen Januar bereits 21.679. 2015 könnte ein Rekordjahr werden: Sowohl was Asylanträge, als auch was Bürgerproteste anbelangt.


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