Missoula. Bezirksrichter Ed Mclean verurteilte am Donnerstag, den 12.2.2015 den Todesschützen Markus Kaarma zu 70 Jahren Haft, nachdem er im April 2014 den deutschen Austauschschüler Diren Dede aus Hamburg in seiner Garage mit vier Schüssen erschossen hat. Im Dezember wurde er angeklagt.


Der Todesschütze zeigt keine Reue

Der 30-jährige Markus Kaarma erschien in Handschellen und entschuldigte sich für seine Tat und nannte als Grund das er seine Familie schützen wollte, doch seine Nachbarin sagte aus, dass er glaube nichts falsch gemacht zu haben. "Er war einfach eingebildet. Bis heute glaubt er, nichts falsch gemacht zu haben." Und nach der Tat soll er mit der Aussage: "Jeder sollte sich freuen, dass unsere Nachbarschaft sicherer ist, verdammte Idioten," versucht haben seine Tat zu verteidigen. Auch Richter Ed Mclean konnte keine Reue erkennen : "Sie sind wütend auf die Welt, und das ist offensichtlich an ihrem Verhalten, an der Sprache, die Sie verwenden. Niemand bezweifelt, dass Diren Ihre Garage betrat, aber Sie wollten einen Jungen für den Diebstahl einer Dose Bier töten. Sie sind einfach kein sehr netter Mensch," soll er während der Urteilsverkündung gesagt haben. Auch in einem Friseursalon hat er kurz vor der Tat angekündigt, die Jugendlichen, die Gegenstände aus seiner Garage gestohlen hatten umzubringen. Die Staatsanwältin zitierte: " Er sagte, er habe seit drei Nächten auf der Lauer gelegen. Er sagte, er wolle die verdammten Kids töten." Seine Familie versuchte sein Bild zu verbessern: "Wir sind keine schlechten Menschen, Euer Ehren", doch das Gericht war sich einig.

Direns Familie nicht zufrieden

Spätestens nach 20 Jahren könnte er auf Bewährung freikommen, doch Direns Familie ist alles andere als glücklich. Sein Vater Celal Dede sagte nach der Verkündung: "Ich bin nicht glücklich. Er lebt. Er geht ins Gefängnis, aber er lebt. Mein Sohn ist tot. "Auch Direns Schwester und Mutter sind immer noch zutiefst verletzt: "Meine Mama hat geweint", sagte die 23-jährige nach der Urteilsverkündung. Sie konnte auch im Dezember bei der Anklage ihren Kummer nicht zurückhalten, und weinte und schluchzte laut. Basak Dede gab zu, überrascht gewesen zu sein und nicht mit 70 Jahren gerechnet zu haben. "Damit haben wir nicht gerechnet. Ich hoffe, dass meine Familie jetzt zur Ruhe kommt. Für meine Mama ist wichtig, dass der Täter im Gefängnis sitzt. Ob 10, 20 oder 70 Jahre, das bringt mir meinen Bruder nicht zurück".

Die Gemeine aus Massoula steht hinter Familie Diren

Auch die Gemeinde aus Missoula steht hinter Direns Familie. "Die Menschen stehen hinter mir und Diren," sagte Direns Vater. Auch Markus Kaarmas Nachbarin Leslie Wozniak, hält nichts mehr von Familie Kaarma, und will, dass seine Ehefrau wegzieht: "Wir wollen einfach, dass sie wegzieht, damit das Ganze beendet ist - dass sie weg ist, das Haus zum Verkauf steht und wir jemand anderen bekommen, der in die Nachbarschaft passt."

Antrag auf neues Verfahren abgelehnt

Kaarmas Anwälte hatten versucht, einen Antrag auf ein neues Verfahren zu stellen. Sie versuchten damit zu überzeugen, dass die Geschworenen von der Berichterstattung der Medien beeinflusst wurden, doch Richter Ed Mclean lehnte ab. #Fernsehserien