Der Ukraine-Konflikt, Wirtschaftssanktionen gegen Russland oder die Ermordung des Kremlkritikers Boris Nemzow: es vergeht kein Tag ohne Negativschlagzeilen und gegenseitige Schuldzuweisungen der Großmächte.

Die Medienmaschinerie arbeitet auf Hochtouren und der Durchschnittsleser glaubt inzwischen alles, was ihm in diversen Medien serviert wird. Er wundert sich nicht, dass Russland als Bedrohung der freien Welt oder Amerika als Kriegstreiber, der Europa ins Unglück stürzen will, dargestellt wird. Für die einen gilt es als felsenfeste Tatsache, dass der Kreml hinter der Ermordung von Boris Nemzow steckt, für die anderen sind es Auftragsmorde ausländischer Mächte.

Beweise für beide Theorien scheinen im Übermaß vorhanden zu sein. Die gegenseitigen Beschuldigungen dürfen weder durch Fakten noch durch hinterfragen beeinträchtigt werden und keine Schlagzeile ist zu absurd oder zu lächerlich, um nicht als neueste Meldung geglaubt zu werden.

Auf der Strecke bleiben außer der Wahrheit noch die wirtschaftlichen Interessen, gewachsene Verbindungen zwischen den Ländern und eine nachhaltige Lösung der anstehenden Probleme. Sie alle fallen geostrategischen Strategien der Großmächte und der damit einhergehenden Propaganda zum Opfer. Immer stärker zeichnet sich ein Handelskrieg ab, der unabsehbare Folgen mit sich bringt. Die Einschätzung von amerikanischer Seite, dass die Sanktionen gegen Russland nur „begrenzte Folgen“ für amerikanische und europäische Unternehmen haben, stellt sich inzwischen als folgenschwerer Irrtum heraus. Die Auswirkungen sind bereits jetzt verheerend.

Längst geht es nur mehr um die Frage, wer zuerst einknickt und die Propaganda beider Seiten soll nicht überzeugen, sondern einschüchtern. Trotzdem gibt es Menschen, die versuchen Vernunft in den hochgeschaukelten Propagandakrieg zu bringen.

Bezüglich des Absturzes der MH-17, welcher zu einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland geführt hat, scheint das der Fall zu sein. Das zeigt sich in einem offenen Brief an US-Präsident #Barack Obama, von ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeitern geschrieben, in welchem die Einstellung der Propaganda gefordert wurde. Die Gruppe mit dem Namen VIPS, auf Deutsch „Ehemalige Geheimdienstler für Vernunft“, übten harsche Kritik an der Beweisführung um den Absturz der MH-17.

Auch Bundeskanzlerin Merkel wurde voriges Jahr von dieser Gruppe darauf hingewiesen, dass die, von den Medien der Ukraine und der USA verbreiteten Behauptungen über eine russische „Invasion“ der Ukraine nicht belegt sind.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich in Amerika, Russland und Europa immer mehr Menschen finden, die Sachverhalte kritisch hinterfragen und Propaganda als solche erkennen. Die Auswirkungen der aktuellen Geschehnisse sind auch so schon furchtbar genug, auch ohne Propaganda. #Wladimir Putin