In der weltweit stattfindenden Earth Hour am Samstag, den 28. März, zwischen 20:30 und 21:30, werden zum neunten Mal wieder rund um den Globus eine Stunde lang die Lichter ausgehen. Zu den weltweiten Teilnehmern gehören auch viele deutsche Städte und Gemeinden, auch Privathaushalte können ganz einfach mitmachen. Diese Aktion soll damit die Aufmerksamkeit auf den globalen Klima- und Umweltschutz lenken. So werden viele Gebäude und Sehenswürdigkeiten rund um die Welt eine Stunde lang in Dunkelheit versinken. Eine "globale Gemeinschaftsaktion" sollte laut dem WWF das Ziel sein. "Die Aktion motiviert weltweit Millionen Menschen dazu, umweltfreundlicher zu leben und zu handeln - weit über die sechzig Minuten hinaus", so der WWF weiter.

Letztes Jahr haben sich über 7.000 Städte und Gemeinden in 162 Ländern an der Earth Hour beteiligt. Auch in Deutschland machten 163 Städte und Gemeinden 2014 für sechzig Minuten das Licht aus - von Hamburg bis München und Berlin mit dem Brandenburger Tor und dem Roten Rathaus. Auch berühmte Bauwerke, wie der Buckingham Palace in London oder die Pyramiden von Gizeh in Ägypten wurden für eine Stunde lang symbolisch verdunkelt.

Kritik an der Earth Hour

Mit der Entstehung der Earth Hour 2007 ist aber auch gleichzeitig Kritik laut geworden: In diesem Zusammenhang ist vor allem die Aktion "Licht an - aber richtig!" zu nennen. Diese kritisierten die Earth Hour als eine rein symbolische Aktion, die mit keiner einzigen konkreten Forderung verbunden ist. Für Klimaschutz, so "Licht an - aber richtig", sei aber politischer Druck nötig. Daher wurden von ihnen 2007 zahlreiche Protest E-Mails an Politiker versandt und zur Beteiligung an der Demonstration der Klima-Allianz aufgerufen.

Am Anfang der Earth Hour stand auch die Befürchtung im Raum, mit den unzähligen Lichtabschaltungen großflächige Stromausfälle zu provozieren. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass in dieser Hinsicht Entwarnung gegeben werden kann.

Ursprung der Earth Hour

2007 fand in Sydney die erste Earth Hour statt: Mehr als 2,2 Millionen australischer Haushalte schalteten am 31. März 2007 das Licht aus, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Ein Jahr darauf fand die Earth Hour, durch mediale Unterstützung, bereits in 370 Städten, in 35 Ländern und in 18 Zeitzonen statt - die Earth Hour wurde damit zur globalen Bewegung und zu einer Aktion mit großer Symbolkraft. Symbolkraft allein ist für den Klimaschutz aber zu wenig. Um in Zukunft darüber hinaus zu gehen und einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sind längerfristige Ziele von Nöten - damit die Earth Hour nicht mehr nur 60 Minuten dauert.