Sonntag, 8. März 2015, ein Tag wie jeder andere und doch ist er für die Einen oder Anderen von großer Bedeutung. Vor allem für viele Frauen - es ist internationaler Weltfrauentag.

Viele werden sich wahrscheinlich fragen, was so besonders daran sei. Meiner Meinung nach gar nichts. Es ist nur ein Tag, an dem die Ungleichstellung von Mann und Frau noch stärker thematisiert und "beklagt" wird. Vor allem in Österreich ist dieses Thema seit Jahren brandaktuell.

Immer noch gibt es Berufe, in denen Männer besser bezahlt werden als Frauen, trotz gleicher Qualifikationen. Verglichen mit anderen Ländern, in denen nicht einmal die Grundrechte der Frauen, wie zum Beispiel das Wahlrecht umgesetzt werden, hat Österreich damit ein Luxusproblem.

Vieles muss sich verändern

Die Menschenrechtssprecherin, Elisabeth Pfurtscheller, Abgeordnete der ÖVP bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt, dass Frauenrechte Menschenrechte sind.

Der internationale Weltfrauentag soll daran erinnern, dass Menschenrechte in allen Ländern der Welt auch für Frauen gelten müssen. Wie es aber so oft ist, schaut man bei diesen Problemen lieber weg. Die vorherrschende Meinung dazu ist, von externer Seite nicht helfen zu können. Wird in Österreich eine Frau wegen des Tragens eines Kopftuches diskriminiert, ist für viele klar, sie sei selbst schuld. Sie könne sich ja auch an die hier herrschenden Konventionen anpassen - dahinter versteckt sich jedoch keine Frauenfeindlichkeit, sondern Rassismus. All diese Aussagen sind ubiquitär und nicht nur in Österreich alltäglich.


Im Grunde genommen ist die Schaffung der Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht ausschließlich Aufgabe der Politik. Tatsächlich muss sich zur Lösung dieser Problematik in den Köpfen der Menschen einiges ändern. Nur so könnte sichergestellt werden, dass alle die gleichen Rechte haben. Zur Umsetzung in den Alltag ist es unabdingbar, dass sich jeder einzelne von uns Gedanken über Verbesserungsvorschläge, in seinem persönlichen Umfeld macht. Aufgerufen dazu sind in besonderem Ausmaße aber auch die Frauen selbst. Oftmals ist es einfacher von anderen Veränderungen einzufordern, als selbst etwas dazu beizutragen.
Denn dieses Thema betrifft alle Menschen, nicht nur Frauen.

Die Umformulierung der Bundeshymne und die Einführung des Binnen-I sind jedoch auf jeden Fall nicht, wie in Österreich, die einzigen Lösungsansätze.
Es geht um viel mehr, als um eine geschlechtergerechte Formulierung, sprich eine menschengerechte Adaption in allen Bereichen der Gesellschaft. Also - um viel, viel mehr!