In dieser Woche häuften sich die Meldungen über Terrorattentate in der arabischen Welt, zu denen sich der Islamische Staat bekannte, und bei denen zahlreiche Menschen starben. Außerdem sorgte ein 16-jähriger Wiener, der aus dem Bürgerkrieg in Syrien zurückkehrte, für österreichweite Schlagzeilen.

Mindestens 130 Tote in Sanaa

Am Freitag, den 20. März 2015, wurden Selbstmordanschläge in zwei Moscheen in Sanaa, der Hauptstadt des Jemen, verübt. Die Gotteshäuser wurden von Anhängern der schiitischen Huthi-Miliz besucht. Genaue Zahlen über die Anzahl der Todesopfer sind nicht bekannt. Der Spiegel berichtet von 126 - 142 Toten und mindestens 345 Verletzten. n-tv meldete, dass einer der wichtigsten Geistlichen der Huthis ebenfalls bei dem Anschlag ums Leben kam. Die Huthis brachten laut Berichten von n-tv den Norden und die Hauptstadt des Jemens in ihre Gewalt.

Zu dem Anschlag kursiert ein Bekenner-Video der IS. Berichten des Spiegels und des ORF-Radiosenders Ö1 zufolge, gehe die US-Regierung nicht davon aus, dass es keine Anschläge von IS-Terroristen gewesen seien.

Der Jemen gilt außerdem als Basis der Al-Qaida, die zwar ähnliche Ideologien wie der IS vertritt, jedoch nicht mit ihnen zusammenarbeitet.

Anschlag auf Nationalmuseum in Tunis: Touristen ebenfalls unter den Toten

Das Tunesische Nationalmuseum wurde am Mittwoch, den 18. März 2015, von bewaffneten Angreifern gestürmt, die 23 Personen töteten - unter ihnen waren 20 Touristen, die während einer Kreuzfahrt Tunis besichtigt hatten. Außerdem wurden 44 Personen durch den Kugelhagel verletzt.

Einem Bericht der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" zufolge, standen zwei der Attentäter in Verbindung mit dem Islamischen Staat. Die beiden Tunesier starben ebenfalls bei dem Anschlag. Der Standard berichtet, dass beide erst Ende letzten Jahres von Ausbildungen in Libyen und Kampfeinsätzen für den IS, in Syrien, nach Tunesien zurückgekehrt seien.

Heimkehrer stellen unkalkulierbares Sicherheitsrisiko für europäische Staaten dar

Der österreichische Verfassungsschutz sieht ein großes Risiko in Personen, die aus dem Bürgerkrieg in Syrien zurück nach Österreich kommen. Da diese Menschen religiös radikalisiert wurden und außerdem vielfach über Kampfausbildung und Erfahrung in der Planung, sowie Durchführung von Anschlägen verfügen, stellen sie ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar.

Am Dienstag, den 17. März 2015, kehrte ein 16-jähriger Wiener Lehrling nach Österreich zurück, der noch am Flughafen Schwechat festgenommen wurde. Er lieferte den Sicherheitsbehörden wertvolle Informationen über die Vorgänge im Kriegsgebiet.

FPÖ-Partei-Obmann Strache sieht Handlungsbedarf. "Es ist schlichtweg unfassbar, dass man diese 65 Syrien-Dschihadisten wieder nach Österreich einreisen ließ.", erklärte er in einer APA-Aussendung vom Februar 2015, in der von 65 Heimkehrern berichtet wird. Er forderte sofortige Maßnahmen: Den Entzug der Staatsbürgerschaft und ein sofortiges Ingewahrsamnahme der Jihadisten. #Terror #ISIS