Die #Ukraine soll bei der Ausbildung der Truppen Hilfe von England erhalten. Der britische Regierungschef David Cameron hat bekanntgegeben, dass eine Gruppe von Militärberatern in die Ukraine entsandt wird. Dabei soll es sich laut der Zeitung Guardian um insgesamt 75 Offiziere handeln. 

Satellitenbilder zur Früherkennung von Truppenbewegungen für die Ukraine

Die Ukraine erhält laut Cameron zudem eventuell Zugriffe auf die Daten des britischen Geheimdienstes. Nähere Informationen dazu, welche Daten geteilt werden könnten, gab dieser in seiner Rede vor dem Parlament jedoch nicht. Aller Voraussicht nach handelt es sich jedoch um Satellitenbilder, um die Bewegungen der russischen Truppen besser voraussehen zu können.

Es bleibt jedoch fraglich, inwieweit diese Angaben der Ukraine helfen werden. Russland sagte jedoch, dass die oberste ukrainisch-militärische Führung solche Angaben bereits früher aus den Vereinigten Staaten bezogen habe. Auch bei diesen Informationen soll es sich um Informationen aus Erkundungssatelliten gehandelt haben, auf denen die Bewegung der feindlichen Truppen zu sehen waren.

Indirekte russische Waffenlieferungen an die Ukraine

Die Waffenmesse IDEX in Abu Dhabi gilt seit vielen Jahren als einer der wichtigsten Schauplätze für den internationalen Waffenhandel. Der Grund für das bunte Treiben liegt in den Motiven der dortigen Scheichs. Diese wollen die pausenlos im Nahen Osten lauernden Bedrohungen durch eine systematische Steigerung ihrer Rüstungseinkäufe steigern. Russland ist dabei einer ihrer Hauptvertragspartner. Unter den Waffeneinkäufen der Scheichs waren unter anderem fünfhundert Schützenpanzer vom Typ BMP-3. Dass diese nicht allein für die Emirate verwendet werden, ist dabei offensichtlich. Die Messe gilt gemeinhin als einer der Hauptschauplätze für Abkommen zum späteren Weiterverkauf. Dabei ist es mehr als wahrscheinlich, dass die russische Kampftechnik somit indirekt an die Ukrainischen Regierungstruppen veräußert wird. Diese Vermutung wird auch durch den Besuch einer Ukrainischen Delegation in Abu Dhabi verstärkt. Auch wenn der offizielle Anlass ein Ausbau der beidseitigen Geschäftsbeziehungen war.

Die Lieferung von russischen Waffen an die Ukraine macht auch für Kiew Sinn. Schließlich sind die Soldaten in der Ukraine noch immer sehr gut vertraut mit deren Handhabung, da eine Vielzahl von Ihnen diese bereits in der Armee der UdSSR kennengelernt hat. Hinzu kommt, dass sich die russischen Waffen zwar weiterentwickelt haben, sich in der Handhabung jedoch kaum unterscheiden.

Den Russen sind bei diesem Spiel die Hände gebunden. Schließlich wollen diese ihren Ruf als bedeutender Waffenlieferanten bewahren. Daher können sie es sich nicht leisten ihre arabische Kunden zu verärgern. Dies wäre jedoch zweifelsohne der Fall, sollten keine entsprechenden Mengen an Ersatzteilen, Munition usw. in die Emirate geliefert werden. Aller Voraussicht nach wird die neue ukrainische Armee wahrscheinlich im Frühling einsatzbereit.

Treffen der Ukrainischen Delegierten mit Waffenlieferanten

In Kiew wird kein Hehl daraus gemacht, dass Poroschenko sich auch mit dem Stellvertreter des Obersten Befehlshabers der Emirate getroffen hat. In den halbamtlichen Äußerungen aus Kiew ist von über zwanzig unterzeichnetenVerträgen für Bestellungen im Verteidigungsbereich die Rede. Die Einzelheiten zu Waffentypen usw. sind natürlich streng geheim.

Die Frage bleibt, wie die Ukraine dieses krisengeschüttelte und durch Bürgerkriege geschwächte Land sich neue Waffen leisten kann? Insbesondere da die Gold- und Devisenreserven des Landes bereits deutlich geschrumpft sind. Laut der russischen Tageszeitung "Kommersant" sind die Finanzierungsmodelle jedoch offensichtlich. Die Zeitung berichtet, dass während des Gesprächs des ukrainischen Generalstabschefs Wiktor Muzschenko mit dem stellvertretenden Verteidigunsminister der USA, Frank Kendall, Formen der Unterstützung seitens der USA besprochen wurden.

Es scheint also alles klar zu sein. Nach der Niederlage der Ukra-Kräfte in der Kesselschlacht bei Debalzewe schien den Forderungen der Verwandlung der Ukraine in eine Bundesrepublik, mit immerwährender Neutralität im militärischen Bereich, nur wenig im Wege zu stehen. Diese Lösung hätte den Tod von vielen Menschen in der Ukraine verhindern können. Denn es scheint klar, dass bei einem Andauern der Krise unweigerlich weitere Menschen sterben werden. Des weiteren hätte diese Lösung Poroschenko und anderen gemäßigten politischen Anführern in Kiew die Möglichkeit gegeben ihr Gesicht zu bewahren und weiterhin im Amt zu bleiben.

Die Ukraine als Spielball der Großmächte

Das Problem ist jedoch, dass diese Lösung nicht den Interessen der westlichen Mächte, allen voran der Vereinigten Staaten, entspricht. Ein Grund ist, dass die Russen durch die Krise weniger Ressourcen haben um den alleinigen Supermachtanspruch der USA in Frage zu stellen. Ein weiterer Grund ist, dass es Putin nicht erlaubt werden kann aus dieser Krise als Gewinner hervorzugehen. Dabei schürt der Westen, auch ohne jegliche Beweise, die Angst, dass Putin nach der Ukraine auch die baltischen Staaten und Polen einnehmen könnte. Allerdings ist die Lage in diesen Ländern, in keiner Weise, mit der in der Ukraine vergleichbar. Welches Motiv die Großmächte auch immer antreibt, eines scheint gewiss, das Blutvergießen in der Ukraine wird vorerst weitergehen. #Krieg