Die letzten Umfragen zeigen, dass mehr als 50% der Kolumbianer nicht mehr an den Erfolg der Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen in Kuba glauben. Folgende sind sieben Aussagen, die oft auf den Social-Media-Plattformen zu sehen und auf den Straßen des Landes zu hören sind:

1. Kein "Frieden" mit Straflosigkeit: Die Führer der FARC müssen Haftstrafen verbüßen.

Die Kolumbianer zeigen ihre Angst davor, von ehemaligen Rebellen regiert zu werden, denn die FARC-Mitglieder wollen nach der Unterschreibung eines Friedensvertrags im Parlament arbeiten.

2. Nicht die ganze kolumbianische Bevölkerung ist schuldig.

Diese Aussage kam nach dem Diskurs des Präsidenten, in welcher er sagte, dass alle Kolumbianer Teil des Konfliktes sind.

3. Die FARC-Guerrilla ist eine terroristische Organisation.

Nachdem die Rebellen die Aufmeksamkeit der Presse durch die Verhandlungen in Havanna gewonnen haben, baten sie darum nicht als Terroristen bezeichnet werden, sondern als bewaffnete Landbewohner.

4. Und die andere Probleme im Land?


Während sich alle Bemühungen der Regierung auf den Friedensprozess konzentrieren, werden die Städte unsicherer, die Arbeitslosigkeit steigt, die Lastwagen-Fahrer machen Stillstand, die Bauern sind unzufrieden und alle wundern sich, warum sie ein Land in den Medien und ein anderes auf den Straßen sehen.

5. Wer finanziert die Friedensverhandlungen in Kuba? Sind es die Kolumbianer mit ihren Steuern?

6. Die kolumbianische Wirtschaft scheint von der Regierung ignoriert zu werden.

Die kolumbianische Währung wird schnell abgewertet, schneller noch als die venezolanische Bolívares. Im Land wird alles teurer und die Bevölkerung wandert aus. Lokale Medien versichern, dass 2014 das Jahr mit der höchsten Auswanderungsrate der kolumbianischen Geschichte war.

7. Und werden die Vereinbarungen zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen wirklich zu einer Volksabstimmung gebracht?

Das war der Kompromiss des Präsidenten, als die Verhandlungen im Jahr 2012 angefangen haben. Aber so viele Bedingungen haben sich seitdem geändert, dass es keine große Überraschung für das Volk wäre, wenn es kein Abstimmung gäbe.

Foto: Juan Carlos Pachón [CC BY-SA 2.0] / Flickr.com  #Terror #Krieg