Bis 2014 war Christian Pothin Kreisvorsitzender der AfD Oldenburg. Dass er nicht wieder zur Wahl antrat, begründete er damit, dass er es leid sei, gegen Windmühlen innerhalb der AfD zu kämpfen. Aus seinem anfänglichen Enthusiasmus sei eine "schwere Last" geworden.

Für Pothin ist die AfD inzwischen nur noch ein Haufen von "Schönwetterpredigern", die ihr Fähnchen in den Wind halten. Pothin selbst kann man nicht gerade als gemäßigt einordnen. Seinen Rückzug als Kreisvorsitzender hat er unter anderem damit begründet, dass er "einfach nur mal Witze über Dicke, Schwuchteln und anderes erzählen" wolle, ohne in der Öffentlichkeit zu stehen.

Im März 2015 geriet Pothin in die Kritik, weil er als Elternratsvertreter in Wildeshausen zusätzlich als OLGIDA-Veranstalter auftrat. Das Informationsportal "Recherche Nord", das sich mit rechtsgerichteten Aktivitäten befasst, übte scharfe Kritik und befand, dass sich ein Elternratsvertreter nicht als Organisator von Bewegungen wie HAGIDA oder OLGIDA betätigen solle, die islamfeindliche Ansichten vertreten. Pothin sieht in seiner Arbeit als Elternratsvertreter und "Spaziergänger" zum Schutz des Abendlandes keinen Widerspruch.

Bild: Christian Pothin