Die Universität von Garissa, im nordöstlichen Teil Kenias gelegen, wurde am Morgen des heutigen Tages zum Schauplatz eines blutigen Angriffs der international als #Terror-Organisation bekannten somalischen Al-Shabab Miliz.

Gegen 05:30 in der Früh stürmten bewaffneten Männer von Al-Shabab das Gelände der Universität und lieferten sich ein Feuergefecht mit lokalen Campus-Polizei Einheiten. Laut letzten Meldungen sollen mindestens 70 Personen, die meisten davon Universitätsstudenten christlichen Glaubens im Kugelhagel zu Tode gekommen sein, knapp 80 Personen wurden teilweise schwer verletzt.

Augenzeugen berichten, dass die Angreifer gezielt auf Christen losgegangen sind und muslimische Studenten fliehen haben lassen. Es wird vermutet, dass der Angriff Teil einer durch Al-Shabab organisierten Terror-Kampagne gegen Christen in der Umgebung rund um die Stadt Garissa ist, mit dem Ziel die verbleibenden Christen aus der Region zu vetreiben. Die Mehrheit der lokalen Bevölkerung in und um Garissa stammt aus Somalien und ist muslimischen Glaubens.

Berichte der kenianischen Behörden zufolge wurde der Angriff von einem ehemaligen Professor der Universität, einem Mann Namens Mohamed Mohamud Kuno geplant. Die Regierung in der Hauptstadt Nairobi hat ein Kopfgeld in der Höhe von 20 Millionen Kenia-Schilling (etwa 198.000 Euro) auf Kuno ausgesetzt (siehe Bild).

Gegenwärtig ist das Universitätsgelände von der kenianischen Polizei und den Landesverteidigungskräften abgeriegelt. Laut Berichten lokaler Medien kommt es immer wieder zu kurzen Feuergefechten zwischen den Regierungskräften und den Einheiten der Al-Shalab Miliz. Eine bisher nicht genauer bekannte Anzahl von Studenten werden noch als Geiseln gehalten.

Die verschiedenen Quellen stehen hier im Widerspruch zueinander, jedoch berichtet ein Nachrichtendienst, dass sogar noch mehr als 500 Studenten in der Gewalt der Terroristen sein könnten.

Die Grenze zu Somalia, einem Land am Horn von Afrika, welches aufgrund des langen Bürgerkriegs und der anhaltenden politischen Instabilität oft als "failed state" (auf Deutsch: gescheiterter Staat) bezeichnet wird, ist weniger als 200 km vom Ort des Vorfalls entfernt.

Erst im September 2013 wurde durch einen Angriff von Al-Shabab ein Einkaufszentrum (der "Westgate Mall") in der Haupstadt Nairobi zerstört. Dem damaligen Angriff fielen 67 Menschen zum Opfer, mehr als 170 wurden teils schwer verletzt.

Bildquelle: Kenyan Interior Ministry (Innenministerium der Republik Kenia)