Verschwörungstheoretiker versus Experten

Es ist ein ewiges Hin und Her und jeder will Recht haben. Verschwörungstheoretiker legen angebliche Beweise für die Sprengung der Zwillingstürme vor und Experten, sogenannte "Debunker", widerlegen die angeblichen Beweise. Eine Seite wirft der anderen Seite vor, sich immer nur genau diejenigen Fakten herauszusuchen, die in die Verschwörungstheorie passen und die andere Seite wiederum wirft den Experten vor, die Augen zu verschließen, oder was noch schlimmer ist, Teil der Verschwörung zu sein.

Verschwörungstheoretiker Gage will neue Untersuchung wegen Ungereimtheiten

Wie die Zeitung "Heute" berichtet, tourt der Architekt Richard Gage im Namen der Ingenieure und Architekten, welche die offizielle Version der Anschläge des 11. Septembers bezweifeln durch die Lande und präsentiert "wissenschaftliche forensische Beweise, gepaart mit Augenzeugenberichten die von den offiziellen Ermittlungsbehörden damals ignoriert worden sind. Verlangt wird eine neue und unabhängige Untersuchung der Geschehnisse. Richard Gage ist Architekt aus San Francisco und Sprecher einer "9/11-Wahrheitsbewegung".

Sprengung aufgrund des großen logistischen Aufwandes nicht möglich

Von Seiten der Verschwörungstheoretiker wird schon lange eine Sprengung der Wolkenkratzer mit dem Sprengstoff Thermit behauptet. Als Beweis wird das dritte Gebäude angegeben, dass ohne Kontakt mit einem Flugzeug zu haben, einstürzte. Experten halten eine Sprengung mit Thermit für unmöglich, da die Geheimhaltung eines so großen logistischen Aufwandes unmöglich gewesen wäre. Beide Seiten stützen sich bei ihren Erklärungen auf "wissenschaftliche Beweise".

Sicherheitspolitischer Sprecher der SPD nicht erfreut

Wie die Bild berichtet, schien der sicherheitspolitische Sprecher der SPD nicht gerade erfreut über den Auftritt von Gage in der Urania gewesen zu sein. Seiner Meinung nach riskiere die Urania mit dem Auftritt von Verschwörungstheoretikern sogar ihren guten Ruf. Urania-Programmdirektor Bleyer gab an, den Saal an die Organisation Free21 vermietet zu haben. Die Urania war damit weder Gastgeber noch Veranstalter. Sein Auftritt in Wien dürfte hingegen keine Wellen geschlagen zu haben.

Zweifel an der offiziellen Version

Auch wenn man diesen Verschwörungstheorien jegliche Wahrheit abspricht, eine große Anzahl von Leuten glauben sie anscheinend. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "YouGov" brachte zutage, dass fast 50 % aller US-Bürger Zweifel an der öffentlichen Version zu den Geschehnissen von 9/11 haben. Auch die Organisation von Richard Gage umfasst laut Medienberichten 2.000 Architekten. Letztlich ist es wahrscheinlich egal wer die besseren Beweise vorlegt, denn keiner wird dem anderen glauben.

Foto: Cliff - CC-BY-2.0-flickr.com. #Internet