In Zeiten, in denen der Tod von Paris Hiltons Schoßhündchen "Tinkerbell", mit großer Wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit erregt als ertrinkende Bootsflüchtlinge, ist der persönliche Einsatz von Stars zwecks Erhöhung des medialen Echos von enormer Wichtigkeit. In ihrer Funktion als Sondergesandte der Vereinten Nationen hat Angelina Jolie Europa massiv wegen der, ihrer Meinung nach, falschen Flüchtlingspolitik kritisiert.

Angelina Jolie kritisiert europäische Flüchtlingspolitik massiv

Während der unendliche Strom der Flüchtlinge immer größere Dimensionen anzunehmen scheint, ist es sehr wohltuend, Menschen zu hören, die auf diplomatische Umgangsformen pfeifen und sich ihren Unmut von der Seele reden. Wie die Medien berichteten, findet es Jolie einfach widerlich, Tausende Menschen an der Schwelle der reichsten Länder ertrinken zu sehen. Des weiterem ließ der Star auf der Sitzung des Uno-Sicherheitsrats in New York zur Lage der Flüchtlinge in Syrien verlauten, dass niemand das Leben der eigenen Kinder riskiere außer in höchster Verzweiflung. Angelina Jolie, die sogar überlegt ein Flüchtlingskind zu adoptieren, erlebt das Leid dieser Menschen hautnah und weiß über was sie redet.

Stärkeres Engagement der Länder erforderlich

Eine Verringerung des unsagbaren Leids ist nur durch verstärkte Hilfe möglich. In dieser Hinsicht wurden die Nachbarländer für ihren Einsatz von Jolie gelobt. Klare Worte findet die Schauspielerin auch für die Rolle der UNO, die laut Aussagen der Sondergesandten Jolie im Syrienkonflikt versagt hat, weil durch Spaltung die Krise nur noch mehr verstärkt wird.

Die Rolle Amerikas in der Flüchtlingspolitik

Dass der, mittlerweile mehr als vier Jahre dauernde Konflikt in Syrien eine rasche Lösung findet, ist mehr als unwahrscheinlich. Im Zuge dieses Konfliktes wurden bereits mehr als 220.000 Menschen getötet. Auch die Rolle Amerikas in der Flüchtlingsproblematik ist mit Sicherheit ein wesentlicher Aspekt, der nicht aus den Augen gelassen werden sollte. In dieser Hinsicht muss sich Europa eingestehen, dass die Destabilisierungspolitik Amerikas, die indirekt einen großen Teil dieser Flüchtlingsströme erzeugt, ein wesentlicher Teil des Flüchtlingsproblems ist.

Foto: Gage Skidmore - CC-BY-SA 2.0 - flickr.com #Europäische Union