Großalarm am Flughafen Köln/Bonn. Nachdem die Bundespolizei Kenntnis von einer Bombendrohung für einen Flug der #Germanwings von Köln/Bonn nach Mailand erhielt, musste ein gesamtes Flugzeug am Sonntagabend vor dem Start evakuiert werden. Der Airbus des Typs A320 wurde anschließend von Spürhunden untersucht.

Die Unglücksserie bei der Fluggesellschaft Germanwings scheint nach dem schrecklichen Absturz in den französischen Alpen nicht abreißen zu wollen. Am Sonntag, den 12. April 2015 musste ein Pilot den Startvorgang eines Airbus A320 während des Rollvorgangs abbrechen, weil der Verdacht bestand, an Bord befände sich eine Bombe. Die Passagiere verließen, nachdem das Flugzeug an einen für solche Situationen vorgesehenen Ort gerollt war, über Fahrgasttreppen das Flugzeug. Das Flugzeug wurde anschließend gründlich von der Bundespolizei nach Sprengstoff untersucht. Dem "Express" teilte die Fluggesellschaft nun mit: "Germanwings setzt alles daran, den Passagieren möglichst bald eine alternative Beförderung in einem anderen Flugzeug anzubieten und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten."

Es ist nicht die erste negative Schlagzeile um Germanwings, die wir seit der großen Tragödie in Frankreich lesen. Nach zwei Notlandungen vor wenigen Wochen berichtete diese Woche der "Focus" über den Germanwings-Flug 4U9375 von London nach Düsseldorf. Während das Flugzeug des Typs A320 sich bereits im Rollvorgang befand, musste der Start wegen eines "kleinen Problems" unterbrochen werden. Das Flugzeug rollte zur Startposition zurück. Das Flugzeug sollte anscheinend "falsch beladen" gewesen sein. Umso verwunderlicher erschien es, dass alle Passagiere angeschnallt bleiben sollten, obwohl sich das Flugzeug in der Parkposition befand. Derweil hantierte ein Techniker im Cockpit. Nachdem sich das Spiel ein zweites Mal wiederholt hatte, entschied man sich, das Flugzeug zu wechseln. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich später auf Twitter für das seltsame und wenig glaubhafte Vorgehen, denn anstatt einer falschen Beladung vermuteten die Passagiere eher ein technisches Problem als Grund für die Unterbrechung des Startvorganges.

Am 17. April 2015 soll im Kölner Dom eine weitere Trauerfeier für die Opfer der Germanwings-Katastrophe in Südfrankreich stattfinden. Es werden Trauergäste aus der ganzen Welt erwartet.

Foto: Aero Icarus / Lizenziert unter CC BY-SA 4.0 / flickr.com Creative Commons.