Der Equal Pay Day, markiert den Tag der Einkommensgleichheit. Frauen mussten, um mit dem Jahreseinkommen 2014 der Männer gleichzuziehen, bis zum 31. März 2015 weiterarbeiten. Der Equal Pay Day gibt Grund zur Diskussion über Lohn- und Chancengleichheit in Österreich.

Seinen Ursprung hat der Equal Pay Day in den USA. Dort wurde er 1966 vom "National Committee on Pay Equity" (NCPE) ins Leben gerufen. Von den Business and Professional Women (BPW) Austria initiiert, fand der Equal Pay Day 2009 dann auch seinen Weg nach Österreich.

Fakt ist: Frauen verdienen in Österreich durchschnittlich 23,85 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Daher fordert die Arbeiterkammer verpflichtende Maßnahmenpläne zur Verringerung der Einkommensunterschiede. Unternehmen ab 150 Mitarbeiter sind zur Erstellung von Einkommensberichten verpflichtet, um für mehr Transparenz in der Entlohnung zu sorgen. Diese Berichte zeigten, dass in einem Drittel der Fälle Frauen schlechter eingestuft oder in derselben Entlohnungsstufe schlechter bezahlt wurden als Männer.

Auch die Grünen fordern Initiativen zur Lohngleichheit, so zum Beispiel einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.500 Euro. Weiter sollen Betriebe bereits ab 25 Mitarbeitern zu einem Einkommensbericht verpflichtet sein. Bei Einkommensdifferenzen im Unternehmen sollen, laut der Grünen, Frauenförderungspläne umgesetzt werden.

ÖVP- Frauenchefin Dorothea Schittenhelm, fordert einen Gender-Check, um festzustellen welche Berufe weiterhin nicht entsprechend entlohnt werden. Auch ein Pensionssplitting kommt für Schittenhelm in Betracht, so würden Kindererziehungszeiten effektiv berücksichtigt werden.

Vertreter der roten Jugendorganisationen Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) und der Sozialistischer Jugend (SJ) trugen heute ihre Forderungen auf die Straße. Silvia Czech, Frauenpolitische Sekretärin der SJ, gibt neben dem Wunsch nach Lohngleichheit noch zu bedenken, dass Frauen rund 2/3 der unbezahlten Arbeit leisten. Die AKS will die verpflichtende Frauenquote für die Führungsetagen und die Junge Generation der SPÖ fordert den Ausbau von ganztägigen Kinderbetreuungsplätzen, um den Berufsalltag von Frauen zu erleichtern.

Bild: Bernd Schwabe in Hannover - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.