Die Zahl der Opfer des Angriffs der somalischen Al-Shabab Miliz auf das Garissa University College im kenianischen Garissa ist laut offiziellen Angaben auf bis zu 147 Tote gestiegen.

Die Attacke, welche im Morgengrauen des 2. April gegen 05:30 Uhr (Ortszeit) begonnen hatte, dauerte bis in die Abendstunden. Erst gegen etwa 21:00 Uhr (Ortszeit) wurde der Angriff, welcher im Laufe des Tages zur Geiselnahme wurde, für beendet erklärt.

Bei dem Angriff, welcher von mindestens 5 vermummten Männern, mit Handgranaten, Sprengstoffgürteln und automatischen Schusswaffen (AK-47 Sturmgewehren) durchgeführt wurde, kamen vor allem christliche Studenten der Universität Garissa zu Tode. Augenzeugenberichten zufolge ließen die Angreifer unzählige muslimische Studenten, welche sie durch deren Kleidungsstil als solche identifizieren konnten, unbeschadet am Leben.

Nach einer aufwendigen Anti-#Terror-Operation unter Kooperation der kenianischen Polizei und der Bodentruppen der nationalen Armee wird nun fieberhaft nach den Drahtziehern gesucht. Noch vor Beendigung des Angriffs wurde vom kenianischen Innenministerium eine offizielle Erklärung zu der Attacke abgegeben, in der auch der ehemalige Religionslehrer Mohamed Mohamud Kuno der Planung der Tat beschuldigte wurde. Auf Kuno, welcher auch unter dem Nom de guerre "Dulyadin", sowie unter dem Namen "Gamadhere" bekannt ist wurde ein Kopfgeld in Höhe von umgerechnet etwa 198.000 Euro ausgesetzt. Laut lokalen Presseberichten steht Kunos Name bereits seit geraumer Zeit auf der Fahndungsliste der kenianischen Behörden. Er wird verdächtigt auch in frühere terroristische Anschläge verwickelt gewesen zu sein und zur Führungsriege des kenianischen Ablegers der ursprünglich aus Somalien kommenden Al-Shabab Miliz zu gehören.

Nach letzten Berichten wurde den kenianischen Rettungskräften, sowie den lokalen Vertretern des Roten Kreuzes noch immer kein Zutritt zu bestimmten Abschnitten des Universitäts-Campus gewährt. Trotz der offiziellen Erklärung über das Ende der Attacke suchen Einheiten der Polizei und Armee noch nach eventuell verschanzten Angreifern in den Studentenunterkünften. Von den mindestens 5 Terroristen sollen 4 durch Schüsse und durch die Explosionen der Sprengstoffgürtel getötet worden sein. Durch die Detonationen wurden auch Polizisten und Soldaten verletzt. Einer der Angreifer soll lebend verhaftet worden sein.

Quellen:

DailyNation - 147 students killed in cold-blooded raid on campus.

Mwakilishi - Sh20 Million Bounty for Garissa Attack Mastermind Mohamed Gamadhere.

BBC - Kenya attack: 147 dead in Garissa University assault.