Der im Jänner 2015 publizierte "Migrationsbericht für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung" kennt die aktuellsten Zahlen zur Lage in Deutschland. Sie beziehen sich auf das Jahr 2013, das zumindest in einer Beziehung ein Rekordjahr war: Seit 1993 kamen in jenem Jahr die meisten Zuwanderer nach Deutschland. Im Vergleich zu 2012 war 2013 die Zuwanderung um 13 Prozent gestiegen (1,23 Millionen). Die meisten Einwanderer kamen aus Polen (197.009), Zuwächse waren auch aus Spanien, Italien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien zu verzeichnen. Das bedeutet in Zahlen: 58 Prozent aller Zuwanderer nach Deutschland kommen aus der Europäischen Union.

Im Jahr 2013 war auch eine Steigerung bei den Asylanträgen zu verzeichnen: 70 Prozent mehr als im Jahr davor, nämlich 109.580, bemühten sich um bleibenden Aufenthalt in Deutschland. Kaum verändert hat sich hingegen der Familiennachzug. Rund 45.000 Drittstaatsangehörige erhielten ein Visum.

Indien, die Vereinigten Staaten von Amerika, Bosnien-Herzegowina und China sind jene Länder, aus denen die meisten Fachkräfte zum Zweck der Erwerbstätigkeit nach Deutschland kommen (im Jahr 2013: 33.648).

Doch Menschen wandern nicht nur zu, sie wandern auch ab: 2013 stieg die Zahl der Fortzüge im Vergleich zum Jahr davor insgesamt um 12 Prozent an (in absoluten Zahlen: 800.000). Aus der einwanderungsstärksten Gruppe der Polen verließen 2013 um zehn Prozent mehr das Land als im Jahr 2012 (125.399 Fortzüge). Und natürlich wandern auch Deutsche aus Deutschland aus, nämlich 140 000 im Jahr 2013, und zwar bevorzugt in die Schweiz. #Europäische Union