Das Phänomen der Migration ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch nicht immer verlässt man den Ort, an dem man sesshaft geworden ist, aus freien Stücken. Sehr häufig sind die Ursachen und Gründe, weshalb Menschen ihre Vergangenheit, Verwandte, letztlich ihre gesamten Bindungen hinter sich lassen, vielfältig und komplex. In den meisten Fällen stecken Zwänge politischer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art dahinter. Krieg und Hunger etwa zwingen Menschen dazu, zumindest vorübergehend das Land zu wechseln. Oder Erdbebenkatastrophen wie jenes im Himalaya-Gebiet rund um Nepal beispielsweise stellen die Betroffenen vor eine Herausforderung, wie sie existentieller kaum sein kann. Bleiben oder weggehen? Aufgeben oder aufraffen?

Migrationsströme werden in jüngerer Zeit auch durch Wirtschafts- und Finanzkrisen verursacht. Und schließlich führen auch individuelle Motive dazu, dass sich jemand auf einen weiten Weg macht, der in diesem Fall aber freiwillig beschritten wird.

Und nicht zu vergessen die Bildungsmigration: Im Jahr 2009, dem ersten Rekordjahr in dieser Hinsicht, kamen über 60.000 Studenten nach Deutschland, rund 15 Prozent davon waren Chinesen. Im Jahr 2013 begannen 86.000 Studierende aus dem Ausland ihr Studium in Deutschland. Dabei zeigt sich vor allem eines: Je jünger und gebildeter jemand ist, umso höher ist seine Bereitschaft, im Ausland zu arbeiten. Solche Erfahrungen machen sich in jedem Lebenslauf gut und erhöhen die Chancen auf gute Arbeitsplätze nach der Rückkehr ins eigene Land. #Europäische Union