Am Sonntag, den 3. Mai, fand in der Stadt Garland in Texas im Süden der USA der Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb statt. Die Behörden verkündeten den Tod zweier Männer bei einer Schießerei. Die Personen waren bewaffnet und im Begriff, die Wettbewerbsteilnehmer anzugreifen.

Nach einer Mitteilung der Stadt Garland "eröffneten" die beiden Männer im Schutz eines Fahrzeugs "das Feuer" gegen einen Sicherheitsbeamten. Die Personen versuchten ein Attentat auf das Curtis Culwell Center zu verüben, wo der Wettbewerb und eine Ausstellung organisiert wurden. Glücklicherweise ist der Sicherheitsbeamte trotz seiner Verletzungen unversehrt.

Zwei Sympathisanten des Islamischen Staats?

Heute, am 4. Mai, ist ein Team von Minenräumern am Ort der Schießerei, um das Fahrzeug der beiden vom SWAT erschossenen Männer zu untersuchen. Die Händler in der Nähe des Curtis Culwell Center wurden gebeten, ihre Geschäfte zu schließen. Joe Harn, Sprecher der Polizei von Garland, versicherte, dass der Ort anscheinend keine Bedrohung mehr darstelle.

Gemäß der internationalen Organisation zur Überwachung dschihadistischer Einheiten (SITE) gehörten die bewaffneten Personen zum Islamischen Staat. Die Information wurde auf Twitter durch einen Briten namens Abu Hussain AlBritani bekannt gemacht, selbst ein Mitglied des IS. "Zwei unserer Brüder haben das Feuer gegen die Kunstausstellung des Propheten Mohammed in Texas eröffnet", postete er in dem sozialen Netzwerk.

Ein von einer anti-islamistischen Vereinigung organisierter Wettbewerb

Das an jenem Sonntag abgehaltene Event wurde von der American Freedom Defense Initiative organisiert, einer anti-islamischen Vereinigung. Gemäß der Organisatorin Pamela Geller nahmen während der Schießerei 350 Personen am Wettbewerb teil. Alle wollten den Preis für die beste Mohammed-Karikatur gewinnen und die 10.000 Dollar (ca. 9.000 Euro) Belohnung einheimsen. "Die muslimische Welt muss aufhören, der nicht-muslimischen und laizistischen Welt ihre Grausamkeit aufzuzwingen. Die Stunde ist gekommen, um aufrecht zu stehen", verkündete Pamela Geller zu Beginn des Wettbewerbs. Auf ihrer Internetseite erklärte die American Freedom Defense Initiative, vom "Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen" zu wollen.

Geert Wilders, ein niederländischer Politiker, der für seine anti-islamischen Schmähreden bekannt ist, war der Ehrengast des Wettbewerbs und der Ausstellung im Curtis Culwell Center. Er sagt, er sei "schockiert" über das, was am Sonntag geschah. "Schüsse in Garland, beim Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb für die Meinungsfreiheit. Ich habe soeben das Gebäude verlassen #garlandshooting", hatte er kurze Zeit nach dem Feuergefecht auf seinem Twitter-Account veröffentlicht.

Abschließend erklärte Pamela Geller dem Sender Fox, dass "dieser furchtbare Zwischenfall zeigt, wie wichtig eine Konferenz über die freie Meinungsäußerung ist". Die Polizeibeamten werden sich ihrerseits um die Nachforschungen zur Identität der beiden Personen und ihrer Vorgeschichte kümmern.

Bild: Twitter.com. #Terror #Islam #ISIS