Bargteheide ist an sich ein beschaulicher Ort: Rund 16000 Menschen leben in der Kleinstadt in Schleswig-Holstein fernab von großstädtischem Trubel. Immerhin zwei Gymnasien gibt es dort; eines davon ist das Kopernikus-Gymnasium.

Ein Lehrstück von grünem Demokratieverständnis

Die dortigen Schüler luden vor Kurzem zu einer selbst organisierten Podiumsdiskussion zum Thema Flüchtlingspolitik. Neben Vertretern der großen Parteien wurde als Gegenpart auch Archille Demagbo eingeladen. Demagbo stammt aus dem schwarzafrikanischen Land Benin und ist Lokalpolitiker der AfD. An sich also ein gleich aus mehreren Gründen interessanter Diskussionspartner zu diesem Thema.Was dann folgte, war jedoch ein Lehrstück vom Demokratieverständnis von Grünen und Linken und für die Bedrohung der Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik durch politischen Extremismus.

Ein einzelner Grüner sprengt eine ganze Veranstaltung

Der Ex-Gymnasiast Patrick Rohde, der jetzt in Berlin wohnt und Mitglied der Grünen ist, konnte es nicht ertragen, dass eine Partei, die andere Ansichten als die seinigen vertritt, in seiner ehemaligen #Schule zu Wort kommt. Gegenüber der WELT gab der Linksaußen-Student an, er habe sofort eine Email an die Schule und den verantwortlichen Lehrer geschrieben, um eine Ausladung des farbigen Politikers der AfD zu erwirken. Die Schule antwortete umgehend schriftlich: Es handle sich um eine Diskussionsveranstaltung, in der verschiedene Ansichten zu Wort kommen sollten. Die AfD einzuladen sei eine Entscheidung der Schüler gewesen und keine Angelegenheit von Externen. Rohde drohte postwendend dem Lehrer, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Er startete einen Facebook-Aufruf und rief zu massenhaften Emails an die Schule auf.

Die Schulleitung knickt ein: Aus Angst um ihre Schüler 

Der Trick: Im Aufruf wurde von Boykott und friedlichem Stören gesprochen, die angezogene Klientel aus dem linkskriminellen Milieu hatte jedoch wohl wie so oft anderes im Sinn. Auf Grund der Unklarheit der Gefährdungslage zog die Schulleitung aus Angst um Leib und Leben ihrer Schüler die Reißleine: Die Veranstaltung wurde abgesagt. Linker Gesinnungsfaschismus hat gesiegt, die Meinungsfreiheit verloren. Eine Neuauflage der Veranstaltung wird es auch nicht geben: Die verantwortlichen Schüler sind jetzt durch ihre Abiturprüfungen ausgelastet.

Keine Konsequenzen für Patrick Rohde 

Für Patrick Rohde wird der Angriff auf die Meinungsfreiheit derweil keine Konsequenzen haben: Der Aufruf war wohl in dieser Form strafrechtlich nicht relevant. Immerhin wurde er nun zur Zielscheibe der Kritik der Bargteheider Bevölkerung - und wandte sich postwendend wegen "Drohungen" an eine "Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt".

Bildquelle: Screenshot, twitter.com/rohdepatrick  #Rassismus