Da atmen die Eltern auf. Der #Streik der Erzieherinnen und Erzieher wird am Sonntag vorläufig beendet. Darauf einigten sich der Verband der kommunalen Arbeitgeber (VKA) und die Verdi am Donnerstag. Der Streik wird ausgesetzt, um die Schlichtungsphase zu beginnen. Gespräche dazu sollen schnell beginnen. Ab Montag öffnen auch die Kitas wieder.

Friede – Bis zur nächsten Phase

Doch dieser Frieden steht auf einem ähnlich wackelnden Gerüst, wie der Streikstopp der Lokführer. Sollte das Ergebnis der Schlichtung nicht zu einem Ergebnis führen, dass mehr als ein Viertel der organisierten Streikenden zufrieden stellt ist die Bereitschaft groß wieder in Streik zu treten. Die Verdi und ihre Organisierten haben sich in den letzten Wochen sehr stark für eine Verbesserung ihrer Bedingungen eingesetzt. Sollten sie sich jetzt mit einem arbeitgeberfreundlichen Ergebnis zufrieden stellen, würden sie auch die Akzeptanz der Eltern verlieren. Die würden fragen wofür sie die letzten vier Wochen die Leidtragenden waren.

Festgefahrene Positionen von Verdi und VKA

Ausgangslage der Schlichtungsphase ist die Position der Verdi, die vom Verband kommunaler Arbeitgeber immer noch für unbezahlbar gehalten wird. Die Gewerkschaft fordert im Durchschnitt circa 10 % mehr Lohn und eine bessere Vorsorge für die rund 240.000 Beschäftigten in den Sozialdiensten der Kommunen. Sollten sich die Parteien auf keinen Kompromiss einigen können werden die Zeiten für Eltern noch schwerer, noch teurer und aufwendiger. Die grundsätzlich ablehnende Position des VKA hilft da wenig. Trotzdem wurden in den letzten Wochen auch die Stimmen lauter, die das Ausmaß des Streiks für überzogen hielten. So wurde heute morgen eine Demonstration von Hamburger Eltern gegen den Streik der Erzieherinnen und Erziehern kurzfristig abgesagt, nachdem die Meldung kam. 

Dabei sollte uns Erziehung sehr viel wert sein. Schließlich liegt unsere Zukunft in den Händen der Erzieherinnen und Erziehern. Hoffentlich zeigt sich das auch bald auf den Gehaltsabrechnungen.

Foto: flickr.com Urheber: Erich Wangerin  Lizenz: CC BY 2.0