Die Verhandlungen vom Sonntag zwischen Griechenland und seinen Geldgebern brachte weiter keine Lösung mit sich. Der griechische Finanzminister erklärt nun in der "Bild"was die Griechen wirklich wollen und was nicht.

"Wir wollen kein weiteres Geld"

Griechenland brauche eine komplette Umschulung, nur so können sie die hohen Schulden zurückzahlen und auch leisten. Das Land brauche auch eine Verlängerung der Laufzeiten und die Schuldenraten müssen an die Wirtschaftsleistung angepasst werden.

Auf die Frage, Was er tun würde wenn die Geldgeber einen Schuldenschnitt anbieten und die Griechen die Schulden nicht mehr zurückzahlen müssten, antwortete er, dass er sofort einschlagen und Ja sagen würde. Varoufakis betont: "Wir wollen ja auch kein weiteres Geld, da Deutschland und die restlichen EU-Länder uns schon so viel Geld geliehen haben. Wir wollen keinen Cent für Renten, Löhne etc."

Eurozone

Varoufakis möchte aber auf jeden Fall den Auschluss aus der Eurozone verhindern. Er könne den Grexit als Lösung ausschliessen. Jedoch könne er nicht alles ausschliessen. "Niemand kann das. Ich kann auch nicht ausschliessen das ein Meteorit die Erde trifft", sagt er weiter.

Trotz der schwierigen Gespräche, sei eine schnelle Einigung möglich. "Eine Einigung könnte in der Nacht erreicht werden, aber die Kanzlerin muss anwesend sein.", sagt er zu "Bild".

Für den Finanzminister Griechenlands ist klar dass das Sparprogramm, welches von den Geldgebern auferlegt wurde, ist gescheitert. "Wir müssen ganz von vorne beginnen. Es führt kein Weg daran vorbei."

Das Problem mit der Mehrwertsteuer

Varoufakis, der griechische Finanzminister, erklärte zudem noch wo das Problem mit der Mehrwertsteuer läge. "Wiessen Sie, was unser wirkliches Problem mit der Mehrwertsteuer ist? Wir sind nicht in der Lage, sie zu kassieren." betonte er weiter. Ein weiteres Problem sei, dass die Mehrwertsteuer, wie von den Gläubigern gefordert, auf 23 Prozent erhöht wird. Somit kommt dann noch weniger Geld rein. "Je höher diese Steuern, desto weniger zahlen die Leute, da sie sich dann im Rechten fühlen weniger zu zahlen.", erklärte er gegenüber "Bild".


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