Am Abend des 22. Juli kam die französische Delegation mit dem Abgeordneten Thierry Mariani an der Spitze, der die republikanische Partei vertritt, in Moskau an. Nach dem Treffen in der staatlichen Duma begaben sich die Parlamentarier auf die Krim.

 Thierry Mariani besucht die Krim

"Das ist mein erster Besuch der Krim seit 13 Jahren. Als ich zum ersten Mal hier war, besuchte ich den französischen Ehrenfriedhof, - erzählte Mariani im Vorfeld der Reise. - Ich habe vor, mich mit der politischen Führung und mit einfachen Einwohnern der Stadt zu treffen. Ich möchte mir einen Eindruck verschaffen, wie sich die Krim nach dem Eintreten in den Bestand Russlands veränderte. Ich möchte herausfinden, wie es ihnen geht, ob sie Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Grenzsperre haben und was sie über die Rolle der Krim in Russland denken".

Thierry fordert Anerkennung des Referendums

Das am 16. März 2014 stattgefundene Referendum, nach den Ergebnissen dessen die Entscheidung über die Wiedervereinigung der Krim mit Russland getroffen wurde, äußerte den Willen des Volkes der Republik, die Weltgemeinschaft soll diese Tatsache respektieren und berücksichtigen, sagte Mariani nach dem Besuch der Halbinsel.

Laut seinen Worten konnten sich die Delegationsmitglieder vergewissern, dass die Bewohner der Krim ein friedliches und glückliches Leben leben. "Einige finden, wir sind in eine Zone gewisser Gespanntheit gekommen. Es ist absolut offensichtlich, das dies nicht der Fall ist. Wir haben keine Anzeichen irgendwelcher Kampfhandlungen gesehen. Wir haben Einwohner gesehen, die entspannt sind, sie haben Ferien, sie machen Urlaub. Der Grundgedanke, den meine Kollegen heimkehrend mitbringen, ist, dass die Menschen hier ein friedliches und glückliches Leben haben", - bemerkte Mariani.

Die Delegation besuchte auch Sewastopol 

Nach dem lustigen Kur-Jalta empfing die Abgeordneten das militärisch strenge Sewastopol. Hier befindet sich die grösste Kriegsgrabstätte französischer Kämpfer außerhalb Frankreichs, die in den Zeiten des Krimkrieges gefallen sind. Hier liegen sowohl Generäle, als auch einfache Soldaten. Insgesamt sind es ungefähr fünfzig tausend Menschen.

Als der Delegationsleiter sah, dass das Ehrenmal im Idealzustand ist, taute das Herz nicht nur ihm, sondern allen Delegierten auf. Thierry Mariani bedankte sich ganz herzlich bei den Behörden der Krim für die Memorialpflege, "weil sich Frankreich mit diesem Thema aus politischen Gründen nicht in entsprechender Weise beschäftigt".

Das einzige Manko der Reise waren die Sanktionen, welche selbst die Franzosen zu spühren bekamen. So funktionierten beispielsweise ihre Handys auf der Krim nicht. Dementsprechend trat der Leiter der französischen Delegation für die Aufhebung der Sanktionen ein und versprach, die Menschen in Frankreich zu einer anderen Meinung zu bekehren.

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