"Ok #Google" - Wer diesen Satz zu seinem Android-#Smartphone spricht, aktiviert die intelligente Sprachsteuerung der Google App. Diese kann Routen berechnen, Restaurants in der Nähe finden, Kontakte anrufen und Internetsuchen starten.

Google bewirbt aktiv die Sprachsteuerung 

Das ist innovativ, bequem und vielleicht ein erster Schritt in Richtung intelligenter Roboter, die uns das Alltagsleben erleichtern. Auch Apple mit Siri und Microsoft mit der der Halo-Reihe entlehnten Cortana haben Sprachassistenten an Bord. Der Unterschied: Google bewirbt die neuen Funktionen aktiv - auch und gerade im Fernsehen. Man sieht die Google App in den unterschiedlichsten Alltagssituationen - doch teilweise gerät die Technik in den Hintergrund und die Weltanschauung in den Vordergrund.

US-Unternehmen bekennen gerne politisch Farbe 

Bei US-Hightech-Konzernen ist es in den USA seit langem hipp, zu gesellschaftspolitischen Fragen Stellung zu beziehen: Und zwar ausnahmslos aus einem linksliberalen Blickwinkel. Microsoft unterstützte in Kalifornien eine Kampagne für die Homo-Ehe, Facebook spendete für den Obama Wahlkampf und die 379 finanzkräftigsten Unternehmen der USA unterschrieben einen Brief an den Supreme Court mit der Bitte, das Verbot von "Homo-Ehen" in manchen US-Staaten aufzuheben.

Werbung für das Adoptionsrecht für Homosexuelle 

Nun wagt sich Google auch in Deutschland aus der Deckung - obwohl hierzulande Politik eher als Privatangelegenheit gilt und für viele in der Werbung nichts zu suchen hat. So taucht mitten im Google-Werbespot "Fragen" auf die Ankündigung "Eine Frage kann verbinden" die bebilderte Antwort der App dazu auf, was denn eine "Regenbogenfamilie" sei. Ein klares Statement für das Adoptionsrecht für Homosexuelle.

Google hat in Deutschland ein Fable fürs Türkische 

Im Werbespot "Planänderung" möchte ein junger Mann gerne Pastinaken von der App gezeigt bekommen. Anschließend lässt er sich lieber zum nächsten Döner-Imbiss eskortieren. Auch beim Grillen und Eis-Bestellen auf Türkisch hilft Google laut Fernsehwerbung. Anscheinend sieht Google in Deutschland erheblichen Bedarf an türkischen Übersetzungen - in den USA hingegen wird auf Polnisch übersetzt.

Kommt jetzt mehr politische Werbung? 

Fraglich ist, ob sich Google und Co auch in Deutschland direkt in politische Debatten einmischen werden. Bis jetzt verblieben politische Anspielungen hierzulande allenfalls auf dem "Das?! Costa fast gar nichts!"-Niveau von Mobilcom-Debitel.  #Marketing