Die Anschläge rechtsextremer Gruppen oder einzelnen Personen gegen Asylunterkünfte häufen sich zurzeit. Oft wird in sozialen Netzwerken zu Treffen aufgerufen.

Auf eine Unterkunft im Dresdner Stadtteil Stetzsch, wurden in kurzer Zeit drei Anschläge verübt. Am Sonntag, den 26.07 verteilte eine Gruppe Nazis Buttersäure vor die Tür des ehemaligen Hotels. Diese Säure verursacht beim Menschen Reize in Atemwegen und Auge. Am Abend dann, wurden Fenster mit Steinen eingeworfen. Eine Säureattake gab es dann ein zweites mal am Mittwoch in zwei Zimmern der künftigen Unterkunft. Von der Polizei hieß es, dass wenig später an einer nahegelegenen Tankstelle, Personialien von 27 verdächtigen Personen aufgenommen wurden. Ob diese mit dem Anschlag in Verbindung stehen wird noch ermittelt.

Bei den Anschlägen auf das leerstehende Hotel Lindenhof wurde zum Glück niemand verletzt, da der Heimleiter den Geruch warnahm und sofort die Polizei alarmierte. Am Mittwochabend konnten die Flüchtlinge dann einziehen.

Im sächsichen Freital, nahe Dresden wurden kürzlich, verbotene Feuerwerkskörper von einer Gruppe Nazis in das Auto des linken Politikers Michael Richter geworfen. Das Auto des 39-Jährigen explodierte. Verletzt wurde jedoch niemand, da Richter sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Auto befand. Drei weitere Autos wurden bei der Explosion beschädigt.

Eine ähnliche Tat gab es im nahegelegenen Meißen. Dort legten Rechtsextremisten, in der Nacht zum Sonntag, Feuer in einer künftigen Unterkunft. Verletzt wurde glücklicherweise auch dort keiner.

Der Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung  äußerte sich zu den Taten folgendermaßen: ""Es ist eine Schande, dass Menschen, die bei uns Schutz vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat suchen, auch hier in Angst leben müssen." Der sächsiche Ministerpräsident sprach von einem "feigen Anschlag".

Das Deutsche Rote Kreuz sammelt weiterhin Spenden für die Dresdener Zeltstadt, in der Asylbewerbern eine Notunterkunft gegeben werden soll. Der Sprecher des Bündnis "Dresden für alle"  äußerte Kritik an der Notunterkunft. "Die extrem beengte Unterbringung in Zelten auf einem dafür ungeeigneten Grundstück ist weder unter hygienischen, sozialen noch unter Sicherheits-Aspekten zu verantworten”.

Spenden an das Rote Kreuz können sie an www.drk-dresden.de richten. 

Zu hoffen bleibt, das weitere Anschläge auf Asylbewerberheime ausbleiben.

 

Meine letzten Artikel: Phänomen Streetart

                                 11 unglaubliche Fakten über Metropolen #PEGIDA #Rassismus #Terror