Sämtliche große Nachrichtenportale schlagen Alarm: In der vergangenen Nacht soll ein Sprengstoffanschlag auf das Auto des Stadtrats der Linkspartei, Michael Richter, im sächsischen Freital verübt worden sein.

Freital steht schon seit langem in den Schlagzeilen 

Freital war bereits seit Wochen in den Schlagzeilen: Die Stadt mit 40.000 Einwohner musste zunächst 1000 Asylbewerber unterbringen. Wenige Tage nach einer Diskussionsveranstaltung mit Innenminister De Maziere war dann klar: Es kommen 280 weitere dazu und die Stadt erhält eine Erstaufnahmeeinrichtung.

Wütende Bürger 

Die Bürger fühlten sich hinters Licht geführt, begannen mit friedlichen Protesten vor dem Leonardo Hotel; einer Luxuseinrichtung, in der die Asylbewerber untergebracht sind. Doch es regte sich auch von anderer Seite Widerstand: Stadtrat Michael Richter organisierte mit vornehmlich auswärtigen Aktivisten pro-Asyl-Demonstrationen und geriet zunehmend ins Fadenkreuz wütender Einheimischer. Diese beschwerten sich über Vermüllung, Bedrohungen und Überfremdung. Auch einige Drohungen sollen bei dem Politiker eingegangen sein.

Lügenpresse? 

Gestern Nacht nun der Schock: Ein lauter Knall riss den Lokalpolitiker aus dem Schlaf. Doch was passiert war, darüber schweigen sich die Nachrichtenagenturen aus. Auch die Pressemitteilung der Polizeidirektion Dresden bleibt im Vagen. Es heißt nur Scheibe und Karosserie seien erheblich beschädigt worden. Dementsprechend wurde die Scheibe nicht einmal zerstört? Auch in den Medien ist ab und an nicht von einer Explosion des Fahrzeugs, sondern von einer Explosion auf dem Fahrzeug zu lesen.

Ein Twitter-Foto zeigt angeblich den "Anschlag" 

Den Spekulationen leistet das Foto eines Anwohners Vorschub, was derzeit auf Twitter kursiert. Zu sehen ist ein grüner Golf, dessen Scheibe gesprungen ist. Bis jetzt ist die Echtheit des Fotos nicht bestätigt, die Modellangabe stimmt jedoch mit dem Polizeibericht überein. Und auch die Schadensbeschreibung trifft zu: Die Scheibe ist "schwer beschädigt", aber eben nicht zerstört und die Explosion fand offenkundig auf dem Fahrzeug statt - untypisch für einen wirklichen Sprengstoffanschlag, da ein wesentlicher Teil der Explosionswucht so verloren geht.

Aus Mücken werden Elefanten 

Anscheinend wurde - ähnlich wie bei der "Terrorgruppe" Oldschool Society (Blasting News berichtete) - aus einer Mücke ein Elefant gemacht: Alles deutet darauf hin, dass in der heutigen Nacht auf dem Fahrzeug des Politikers ein Polenböller explodierte und dabei die Scheibe sowie die Karosserie beschädigte. Das ist eine Straftat und muss geahndet werden. Allein, dieses an Silvester wohl hundertfach eintretende Ereignis ist mitnichten bundesweite Presseberichterstattung über einen "Sprengstoffanschlag" wert. 

Laut Pressestelle der Polizeidirektion Dresden dauern die kriminaltechnischen Untersuchungen noch an. Stellungnahmen zur Explosionsursache sind daher derzeit noch nicht möglich. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

*** Update ***

Die Polizeidirektion Dresden hat mittlerweile mitgeteilt, dass es sich in der Tat um einen "Polenböller" handelte. Blasting News hat demnach als einziges Medium deutschlandweit bereits am 27. Juli 2015 wahrheitsgemäß über den Vorfall berichtet.

Bildquelle: Twitter.com 

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