Drei islamisch-motivierte Terroranschläge haben die USA in den letzten Jahren verkraften müssen: Der Anschlag auf den Marathon in Boston 2013, bei dem drei Menschen starben, der Angriff mit Sturmgewehren auf eine islamkritische Veranstaltung mit Pamela Geller und Geert Wilders im Mai und vor wenigen Tagen der tödliche Angriff auf vier unbewaffnete US-Militärangehörige in Chattanooga, Tennesse.

Neue Debatte über das Waffenrecht in den USA 

Letzteres Attentat befeuerte auch die Debatte über das Waffenrecht erneut: Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee sagte angesichts der unbewaffneten Soldaten, die sich in einer "gun free zone" befanden, dass derartige Zonen die unsichersten Orte in ganz Amerika seien.

"Homegrown Terrorism" als neues Wahlkampfthema 

Doch während die Obama-Regierung bemüht ist, das Chattanooga-Attentat herunterzuspielen und als Tat eines Einzelnen zu werten, machte in sozialen Netzwerken schnell die Runde, dass der Täter ein Moslem war. Damit sind in den letzten Jahren gleich drei Terroranschläge von muslimischen Einwanderern in den USA verübt worden. Dieser "Homegrown Terrorism" scheint mittlerweile eine größere Sicherheitsbedrohung darzustellen, als Angriffe von außen - und wird prompt zum Thema im US-Präsidentschaftsrennen.  

Rand Paul fordert schärfere Einwanderungsregeln für Muslime 

Der libertäre Präsidentschaftskandidat Rand Paul, der bisher in Hinblick auf illegale Einwanderer aus Mexiko eine recht liberale Position einnahm,  preschte in einem Interview mit dem Online-Magazin "Breitbart News" nun mit der Forderung voran, die Einwanderung aus islamischen Staaten weiter zu beschränken. Auch in Hinblick auf Green Cards und Studentenvisa seien die USA noch viel zu unvorsichtig. Bereits in der Vergangenheit waren von einzelnen Republikanern Forderungen laut geworden, Einreisende aus Deutschland und Frankreich auf Grund des hohen islamischen Bevölkerungsanteils stärker zu kontrollieren.

Die Forderungen kennt man aus Europa 

In Europa fordern bereits zahlreiche rechtspopulistische Parteien, die Einwanderung aus dem Nahen Osten mit Ausnahme von religiösen Minderheiten auf Grund der allgegenwärtigen Integrationsprobleme mit muslimischen Einwanderergruppen zu stoppen. In Deutschland hatte Alexander Gauland (AfD) dies ebenfalls vorgeschlagen.

*** Update am 21.07.2015 ***

Der bekannte US-Evangelist Frank Graham hat sich per Facebook ebenfalls zu Wort gemeldet und einen vollständigen Stopp der islamischen Einwanderung in die USA gefordert. Im Zweiten Weltkrieg habe man auch keine Japaner oder Deutschen ins Land gelassen, warum sollte man heute also weiter Muslime ins Land lassen, so seine Argumentation. Schließlich würden sich alle Muslime auf Mohammed berufen, der an einem einzigen Tag 600 Juden den Kopf abschnitt und andere Greueltaten beging und laut islamischer Lehre ein "tugendhafter, vorbildlicher Mensch" gewesen sei. Bisher haben fast 200.000 Menschen seinen Post geliked, 60.000 haben ihn geteilt. Die Debatte gewinnt daher an Fahrt.


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