In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist nach Angaben seitens Afghanistan eine Mitarbeiterin der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) aus Deutschland von bewaffneten Männern entführt worden.

Aktuelle Lage

Bislang gab es noch keine Bestätigung von deutscher Seite für die Entführung der deutschen Entwicklungshelferin. Damit das Leben der Entführten nicht gefährdet wird, ist das Auswärtige Amt bei einer Geiselnahme von Deutschen Staatsbürgern stark verschwiegen. Womöglich wurde aber schon ein Krisenstab einberufen.

Der Chef der Kabuler Kriminalpolizei, Faridon Hobaidy, äußerte sich, dass die Frau am Morgen von zwei kampfbereiten Männern in ein Auto gezehrt worden ist. Passiert ist das ganze Geschehen in Distrikt Nummer 10 in Kabul. Dort ist auch das Büro der GIZ und viele weitere. Generell wird dieses Stadtviertel von Ausländern bevorzugt.

Bei der gekidnappten Deutschen handelt es sich vermutlich um die Führungskraft eines Stabilisierungsprogrammes der Gesellschaft. Zudem ist es nicht das erste Mal, dass ein deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan entführt worden ist. Stefan E. konnte allerdings der radikal-islamistischen Taliban entkommen und in eine nahegelegenen Polizeistation retten.

Noch ist unklar wer Sie entführt hat. Dies konnte ebenfalls von der Taliban kommen oder von Banden, welche hohe Lösegeld-Summen durch Erpressung gewinnen wollen.

Sicherheit in der Hauptstadt

Für die "Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit" arbeiten zirka 100 deutsche Mitarbeiter vor Ort in Afghanistan. Die Sicherheit wird hier natürlich groß geschrieben, wobei man sich vor Entführungen in Kabul einfach nicht richtig schützen kann.

Laut mehreren Aussagen verschiedenster Anwohner seien nach der Entführung am Morgen Drohnen und Hubschrauber in der Luft über der Stadt geflogen. Unter "White-City" (Alarm-Code) wurde eine absolute Ausgangssperre in der Stadt verordnet.

Trotz hoher Sicherheitsstandards steigt das Risiko von Tag zu Tag. Beinahe täglich kommt es zu bewaffneten Angriffen und Bombenanschlägen, wie beispielsweise vor wenigen Wochen auf das afghanische Parlament durch die Taliban. #Krieg #Terrorismus