Zunächst ist der Stadt München und den Behörden ein großes Lob auszusprechen. Sie stemmen eine Flut von Migranten. Denn seit vergangenen Samstag ist die Zahl auf 40.000 angestiegen. Trotzdem muss aufgepasst werden, dass die Hilfe nicht bald in ein unkontrolliertes Chaos mündet. Fakt ist: München ist völlig überlastet. Und ein Verteilzentrum ist nicht in Sicht. Die Verlegung der #Flüchtlinge bleibt ein Problem und zudem kommen immer mehr erschöpfte und schwer traumatisierte Kleinkinder in München an. Die Jugendämter sind am Limit! Die Zahl der minderjährigen Flüchtlinge sollen derzeit bei etwa 300.000 liegen. Das schätzt die Kinderhilfsstiftung "World Childhood Foundation". Viele kommen ohne Eltern an.

Jugendämter nehmen tausende Kinder in Obhut

Denn viele Kinder, sogar die ganz Kleinen, verlieren auf der Reise ihre Familien und sind Schleppern häufig ohne Schutz ausgeliefert. Oft wird ihnen die Reise nach Deutschland nur gegen Sex ermöglicht, wisse die Stiftung. Rund ein Drittel aller Flüchtlingskinder leide vor allem psychisch, wenn sie in Deutschland eintreffen. Bayern sichert die Erstversorgung mit so genannten Health Care Stationen. 6.000 Kinder sollen in München bereits vom Jugendamt in Obhut genommen worden sein. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR). "Die Stadt München ist hier an der Grenze ihrer Kapazitäten", sagte das Stadtjugendamt dem BR.

Österreich stellt Zugverkehr mit Flüchtlingen ein

Rund 2.000 Jugendliche wurden dagegen bereits von anderen Kommunen in Bayern aufgenommen. Derweil versuchen die Behörden dem Flüchtlingsstrom weiter Herr zu werden. Zwei Sonderzüge sollen ab heute in das Bundesland Nordrhein Westfalen fahren. "Jeweils bis zu 500 Migranten kämen dadurch täglich nach Düsseldorf und Dortmund", so Simone Hilgers, Sprecherin der Regierung von Oberbayern, im BR. Österreich hat derweil wegen der Vielzahl der Flüchtlinge den Zugverkehr von und nach Ungarn unterbrochen. Die Behörden mussten Freiwillige und Busunternehmen auffordern, keine Flüchtlinge mehr an die Bahnhöfe zu bringen. Der Zugverkehr für Flüchtlinge bleibt bis auf weiteres eingestellt.

Kontrovers zum Thema! Flüchtlinge in Bayern - willkommen oder unerwünscht?

Fotos: Bayerischer Rundfunk / BR24

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