Nach wie vor strömen #Flüchtlinge zu uns. Allein in diesem Jahr sind bereits hunderttausende Migranten nach Deutschland gekommen. Und ein Ende des Flüchtlingsstroms ist nicht in Sicht. Behörden stehen der Situation immer häufiger hilflos gegenüber. Zum Beispiel das Jugendamt in München: Die Behörde hat bereits über 6.000 Kinder aufgenommen. Minderjährige, die im Krieg oder auf der Flucht ihre Familien verloren haben oder sehr krank sind. Doch es kommen immer mehr Kinder. Es bleibt eine kaum noch lösbare Aufgabe für Städte und Kommunen.

Ortstermin: Berlin ist an seine Grenzen gestoßen

In Berlin ist man ebenfalls überfordert. N24-Moderator Michel Friedman hat in der Hauptstadt das LAGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales) aufgesucht, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Es sind keine Bilder mit Politikern, die vor der Kamera den ehrenamtlichen Helfern - zu Recht - die Hände schütteln. Es ist Friedmans längerer Blick auf das Schicksal der Flüchtlinge. Michel Friedman spricht mit den Asylsuchenden über ihre Hoffnungen und den Alltag bei der "Sammelstelle". Der Journalist lässt Mitarbeiter zu Wort kommen, die täglich an ihre Belastungsgrenzen stoßen und trotzdem nicht aufgeben wollen.

Worte allein werden das Problem nicht mehr lösen

Bundeskanzlerin #Angela Merkel (CDU) sprach in den vergangenen Wochen immer wieder von der Stärke der Bundesrepublik. Das ist grundsätzlich richtig und Merkel muss Haltung wahren. Aber ihre Durchhalte-Parolen wie "Wir schaffen das!" sind auf Dauer keine Lösung mehr. Die Lage in den Flüchlingsunterkünften und vor allem vor dem LAGeSo ist kaum noch zu überschauen. Auch hier setzt Friedman an, hinterfragt das Handeln der Politik und wie es weitergehen soll.

So ist der Alltag der Flüchtlinge in Deutschland wirklich

"Friedman schaut hin: Fluchtziel Deutschland" knüpft an eine bereits im Frühjahr gedrehte Reportage an. Auch wenn Friedman provoziert, seine Art der Fragen nicht jedem Zuschauer gefallen: In seiner Reportage nimmt man ihm das Interesse an den Flüchtlingen ab. Und im Gegensatz zu einigen Kommunalpolitikern, redet er nicht nur in klimatisierten Talkshow-Studios, sondern begibt sich zu den Menschen vor Ort. Schon der erste Teil war guter Journalismus. Nun sind die Flüchtlinge bei uns angekommen, aber von ihrem teilweise schlimmen Alltag wissen wir gar nichts. Friedmans Dokumentation will ihn am Beispiel Berlin zeigen. Sehenswert!

"Friedman schaut hin: Fluchtziel Deutschland" ist in der N24-Mediathek verfügbar (zum Beispiel Smart TV).

Fotos: © WeltN24, Sibilla Calzolari

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