Die Legalisierung von Cannabis war wahrscheinlich noch nie so greifbar wie heute. In immer mehr Ländern wird Marihuana entkriminalisiert. Insbesondere in Amerika lässt sich zurzeit beobachten, welch positive Folgen die Legalisierung von Cannabis auf die Wirtschaft haben kann. Allerdings gibt es noch ganz andere wissenschaftlich belegte Gründe, warum das Kiffen legalisiert werden sollte.

Cannabis als Medikament

In vielen Ländern ist Cannabis bereits seit langer Zeit für den medizinischen Gebrauch zugelassen. Verschiedene Studienergebnisse sind dabei zu durchaus erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

Eine Studie der amerikanischen Eliteuniversität aus dem Jahr 2007 hat beispielsweise belegt, dass Kiffen gegen Lungenkrebs hilft. Dabei haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass Cannabis das Wachstum des Lungenkrebses bei Patienten halbiert und gleichzeitig dafür gesorgt hat, dass der Krebs nicht streut. Auch eine Studie der St. George's University of London konnte einen positiven Effekt von Marihuana bei Krebspatienten nachweisen. Im Zusammenhang mit einer Strahlentherapie konnte das Cannabis dafür sorgen, dass Gehirntumore zum Teil um 90% schrumpften.

An der Universität Bonn konnte zudem belegt werden, dass Hanf und Cannabis auch gegen verschiedene Allergien helfen können.

Cannabis erhöht die Verkehrssicherheit

Auf den ersten Blick mag es paradox erscheinen, dass eine Legalisierung von Cannabis die Verkehrssicherheit verbessert. Im Jahr 2011 fand die Universität Bonn jedoch heraus, dass die Zahl von tödlichen Verkehrsunfällen in amerikanischen Staaten um neun Prozent sank, sobald das Kiffen für den medizinischen Gebrauch legalisiert wurde. Gleichzeitig nahmen auch die durch Alkohol verursachten Verkehrsunfälle um zwölf Prozent ab.

Abgesehen davon hat die amerikanische Verkehrsbehörde in einer Studie herausgefunden, dass Cannabis-Konsumenten keine höhere Unfallrate haben, als nüchterne Menschen. Dies bedeutet nicht, dass Leute unter Drogeneinfluss Autofahren sollten, zeigt jedoch, dass Alkohol eine weitaus schlimmere Wirkung im Straßenverkehr hat.

Cannabis senkt das Aggressionspotential

An der University of Buffalo haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Cannabis das Aggressionspotential der Konsumenten deutlich reduziert. In der Folge kommt es zu weniger häuslichen Übergriffen, als in Haushalten in denen kein Marihuana konsumiert wird.

Dies könnte auch einer der Gründe sein, warum bis heute keine Studie nachweisen konnte, dass es eine Verbindung vom Kiffen und #Kriminalität gibt.

Bildquelle: CC BY 3.0 auf  deviantart.com

Weitere Artikel:

So mächtig ist die italienische Mafia in Deutschland

Polizeiaktion gegen Hells Angels endet mit 45 Festnahmen