Wie jedes Jahr wurden auch für das Jahr 2016 Änderungen für die Berechnung der Lohnsteuer beschlossen.

Erhöhung des Grundfreibetrags

Ab dem 1.1. 2016 erhöht sich der Grundfreibetrag von bisher 8.472 Euro um 180 Euro auf 8.652 Euro angehoben. Dies bewirkt, dass weitere 180 Euro pro Jahr lohnsteuerfrei bleiben, bzw. monatlich 15 Euro. Dafür muss jedoch kein spezieller Freibetrag vom Arbeitnehmer beantragt werden. Diese Erhöhung des Grundfreibetrags ist bereits in der Berechnung der Lohnsteuer eingearbeitet und wird somit automatisch von den Lohn- und Gehaltsabrechnungsprogrammen berücksichtigt.

Mehr Kindergeld ab 2016

Eltern können sich freuen: es gibt mehr Kindergeld. Für das erste und zweite Kind erhöht sich das Kindergeld auf 190 Euro pro Monat. Für das dritte Kind gibt's monatlich 196 Euro und ab dem vierten Kind sind es 221 Euro monatlich.

Um Kindergeld zu bekommen, müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Wichtig: Ab 2016 muss der Familienkasse die persönliche Identifikationsnummer mitgeteilt werden. Diese wurde bereits von der Finanzbehörde Ende des Jahres 2011 den Steuerpflichtigen mitgeteilt.

Bei Neuanträgen müssen die Identifikationsnummern bereits zum 1.1.2016 mitgeteilt werden. Wird bereits Kindergeld bezogen, ist es ausreichend, wenn die Identifikationsnummer von den Eltern im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht wird.

Kinderfreibetrag

Auch der Kinderfreibetrag erhöht sich ab 2016. Dieser wird dann 7.248 Euro pro Jahr betragen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 4.608 Euro Kinderfreibetrag plus 2.640 Euro Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf.

Persönlicher Freibetrag

Ab 2016 ist es nun endlich soweit: Ein persönlicher Freibetrag kann nun für zwei Jahre beantragt werden. Dies acht Sinn, wenn sich in den nächsten zwei Jahren bestimmte Kosten gleich hoch bleiben, welche steuerlich geltend gemacht werden können.

Hierzu muss ein Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung beim Wohnsitz-Finanzamt gestellt werden.

Faktor-Verfahren bei Steuerklasse IV

Auch das Faktor-Verfahren bei Ehepartner und eingetragene Lebenspartner soll vereinfacht werden. Auch hier soll der beantragte Faktor für zwei Jahre gelten.

Allerdings gibt es dabei noch einen Haken. Die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür sind zwar geschaffen, jedoch gibt es wohl noch technische Probleme. Insofern ist noch offen, ab wann diese Regelung in die Tat umgesetzt werden kann. Das BMF wird ein entsprechendes Schreiben veröffentlichen.

Zum Abschluss

Die aufgeführten Änderungen stellen nicht alle lohnsteuerlichen Änderungen dar, sondern die m.E. interessantesten. Auch kann für die Richtigkeit keine Gewähr übernommen werden, trotz gewissenhafter Recherche.

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