Ein Mitglied des weltweit berühmten Motorradklubs #Hells Angels wurde am helllichten Tag von Mitgliedern der Finks mit Baseballschlägern in einem Restaurant attackiert. Um seinen Angreifern zu entkommen flüchtete der attackierte in einen nahegelegenen See.

Auseinandersetzung zwischen Hells Angels und den Finks

Wie die australische Zeitung Gold Coast Bulletin berichtet, kam es am letzten Montag in einem Restaurant in der Stadt Robina zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der Motorradklubs Hells Angels und Finks. Dabei sollen zwei Mitglieder der Finks mit Baseballschlägern bewaffnet in das Restaurant gestürmt sein, um dort ein Mitglied der Hells Angels anzugreifen. Der für den Fall verantwortliche Polizist Mick Niland sagte gegenüber der Zeitung, dass die beiden Angreifer den Hells Angel im Anschluss über mehr als 60 Meter verfolgt hätten, ehe dieser sich in den nahegelegenen See retten und so seinen Angreifern entkommen konnte.

„Dieser Zwischenfall ist sehr besorgniserregend, da wir über einen langen Zeitraum keine öffentlich ausgetragenen Gewaltexzesse zwischen verfeindeten Motorradklubs mehr hatten.“, führte der Polizist fort.

Da bisher keine Anzeige bei der Polizei eingegangen ist, sind die Hintergründe der Tat unbekannt. Insider gehen jedoch davon aus, dass es an der australischen Goldküste in nächster Zeit vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen den Hells Angels und den Finks kommen könnte.

Hells Angels und Bandidos kämpfen gegen Gesetz

Der Zwischenfall könnte negative Auswirkungen auf den Kampf der Motorradklubs zur Lockerung der Gesetze haben. Die Organisation United Motorcycle Council of Queensland, unter der sich Mitglieder von 17 verschiedenen Motorradklubs zusammenschlossen haben, kämpft momentan für eine Lockerung der sogenannten „Anti-Biker“ Gesetze in Australien. Hierfür bereitet die Organisation momentan eine Klage gegen die Regierung in Queensland vor. Dabei konnte diese bereits rund eine Million Euro an Spendengeldern von mehr als 100 Mitgliedern der verschienden Motorradklubs einsammeln.

Es ist wenig verwunderlich, dass Auseinandersetzungen wie in Robina die Ordnungshüter und die Öffentlichkeit darin bekräftigen, die Gesetze nicht zu lockern. Schließlich bestätigen diese den weitverbreiteten Stereotypen des kriminellen und aggressiven Rockers. Dabei haben die Mitglieder der Hells Angels und anderer Motorradklubs in ihrer Klage zurecht angeführt, dass es nicht zu einer Pauschalisierung aller Mitglieder kommen dürfe, nur, weil es zwischendurch zu Fehltritten einzelner kommt. Es bleibt also abzuwarten, ob der neuste Angriff von zwei Mitgliedern der Finks auf ein Mitglied der Hells Angels am Ende die Erfolgsaussichten der Klage mindern wird.

Bildquelle: Wikipedia unter CC BY 2.0 durch Jocian

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