Erbsen und Bohnen sind beides Hülsenfrüchte - trotzdem sind sie nicht identisch und direkt vergleichbar. Diese eigentlich "billig" wirkende Vergleich stößt bei Erstklässlern garantiert auf Verständnis. Nicht so bei der Linksfraktion. Dort wird Rauchen und Dampfen in einen Kessel geworfen, kräftig mit Nichtwissen "umgerührt" und ein Konzept gegen die E-Zigarette konstruiert. So geschehen bei einer Rede des Sprechers für Kinder- und Jugendpolitik bei den Linken mit dem Titel "E-Zigaretten sinnvoll regulieren" - im genauen Wortlaut nachzulesen bei linksfraktion.de.

Dampf ist nicht Rauch

Rauch entsteht dann wenn Feuer mit im Spiel ist. Herr Müller möge doch bitte einmal vorführen und erläutern, wo er bei einer E-Zigarette dieses Feuer erahnt. "Erahnt" deswegen, weil von Wissen kann bei solchen Diskussionen nicht die geringste Rede sein. Die meisten vermeintlichen Fakten beruhen auf Schätzungen, Vermutungen und Eventualitäten. Eine "Was-wäre-wenn-Argumentation" kann bei derartig grundlegenden und eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern betreffenden Entscheidungen keine Grundlage sein, weder für eine Rede noch für eine gewinnbringende Meinungsbildung.

Sie ist nicht mehr als eine willkommene Zutat für das ganz "spezielle Süppchen" welches sich die Lobbyisten hier von der Bundesregierung für die Tabakregulierung brauen lassen. Wie wenig Dampfen und Rauchen gemeinsam haben zeigt die vom Ministerium erteilte Erlaubnis in bayrischen Gaststätte E-Zigaretten zu verwenden.

Ausländische Studien zur E-Zigarette wenig gewürdigt

Im weiter Verlauf dieser Rede heißt es,

"Die allermeisten unserer Studien kommen aus dem Ausland. Wir stehen da eher am Anfang der Forschung".

Dem ist zuzustimmen. Nur erstens bedeuten ausländische Studien nicht gleichzeitig eine geringere Wertigkeit im Hinblick auf die enthaltenen Informationen. Zweitens hätte man solche Studien längst forcieren oder überhaupt ins Leben rufen können anstatt blind auf die Aussagen des Deutschen Krebsforschungsinstitutes zu hören welche m. E. einzig nur dafür geeignet sind immer neuere Horrorszenarien über das Dampfen zu schaffen. Sich jetzt darauf zu berufen, man müsse eine "harte Linie" fahren, weil es keine deutschen Studien gibt ist die schlechteste Ausrede die man überhaupt nur verwenden kann.

Heidelberg lässt in Sachen E-Zigarette grüßen

Nicht die Stadt selbst, sondern viel mehr das dort ansässige Krebsforschungsinstitut ist in erster Linie federführend wenn von einem Chemiecocktail in E-Zigaretten gesprochen wird. Nahezu selbstverständlich wird auch die Gefährdung durch Passivkonsum beim Dampfen mit einbezogen. Dies schlägt sich auch in der kürzlich abgehaltenen Rede des Linken-Politikers Müller nieder der in diesem Zusammenhang die absolute Gleichsetzung von Zigaretten mit E-Zigaretten fordert. Dass sich ausschließlich in Tabakzigaretten tausendfach mehr giftige und teils nachweislich gefährliche Substanzen befinden wird nicht mit einer Silbe erwähnt - es würde sonst höchstwahrscheinlich das Feindbild E-Zigarette zerstören.

An dieser Stelle seien nur der Vollständigkeit halber nochmals die Erbsen und Bohnen in Erinnerung gerufen.

Müller macht auch keinen Hehl daraus, dass DIE LINKE grundsätzlich für eine Gleichstellung von Tabakprodukten, E-Zigaretten und -Shishas steht. Diese Art der Rede wäre höchst interessant im Bezug auf die geplante Legalisierung von Cannabis, eine hinlänglich bekannten Einstiegsdroge auf dem Weg zu Koks, Heroin und anderen chemischen Drogen die bei ihrem Konsum allesamt irgendwann mit dem Tode enden.

Der Überzeugung, dass eine zu strenge Regulierung der E-Zigarette mit einer Körperverletzung gleichzusetzen ist trägt diese Haltung der Linken in jedem Fall Rechnung.

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