Rund 1.000 Trauergäste haben am Wochenende von Jean-François N. Abschied genommen. Das 52-jährige Mitglied des berühmten Motorradklubs #Hells Angels wurde am 26. Dezember bei einem Streit mit Mitgliedern der Mongols in der belgischen Region Oupeye durch Messerstiche tödlich verletzt. Sein 57-jähriger Freund Francesco B. überlebte die Auseinandersetzung schwer verletzt.

Bewegender Abschied mit mehr als 450 Mitgliedern der Hells Angels

Wie die belgischen Zeitungen De Redactie und HLN berichten, haben am Wochenende mehr als Tausend Menschen Jean-François N. die letzte Ehre erwiesen. Unter ihnen sollen auch rund 450 Mitglieder der Hells Angels gewesen sein. Der Trauermarsch startet vom Wohnhaus des verstorbenen in Tihange (Huy) und erstreckte sich über sechs Kilometer bis hin zum Friedhof in Herstal. Aus Angst vor Ausschreitungen mit anderen Motorradklubs, wie den Mongols oder Black Pistons, wurde der Trauermarsch von der Polizei überwacht. Wie bereits im Vorfeld angenommen, blieb diese jedoch aus, so dass die Polizeipräsenz nicht vonnöten gewesen wäre.

Streit zwischen Mongols und Hells Angels als Todesursache?

Jean-François N. und Francesco B. waren am 26. Dezember in der Stadt Haccourt etwas trinken, als es zu der tödlichen Auseinandersetzung kam. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Streit um einen Revierkampf gehandelt haben könnte, da die beiden sich in einer von Mongols und Black Pistons kontrollierten Region aufhielten. Der 52-jährige wurde dabei durch mehrere Messerstiche in den Hals und das Herz tödlich verletzt. Er hinterlässt eine Frau und vier Kinder. Wie die belgische Zeitung De Redactie berichtet, wurden inzwischen neun Mitglieder der rivalisierenden Motorradklubs festgenommen. Die belgische Polizei geht trotzdem davon aus, dass es im Rahmen dieses Todesfalles in naher Zukunft zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen den Hells Angels und den Mongols kommen wird.

Bildquelle: Wikimedia unter CC-BY-SA-3.0 durch Achim Raschka

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