Die Polizei hat gestern im Rahmen einer Razzia mehrere Mitglieder der #Hells Angels festgenommen. Diese müssen sich nun aufgrund von illegalem Drogenanbau und Handel vor Gericht verantworten. Die belgische Polizei hat angekündigt den Motoradklubs verstärkt den Kampf anzusagen, nachdem vor einigen Tagen ein Mitglied der Hells Angels bei einer Auseinandersetzung mit den Mongols tödlich verletzt wurde.

Hells Angels betrieben professionelle Cannabis-Plantage

In der Region Westflandern wurden gestern bei einer Razzia fünf Mitglieder der Hells Angels vorläufig festgenommen. Diese stehen in Verdacht inmitten des Stadtzentrums der belgischen Stadt Leisele eine große Cannabis-Plantage betrieben zu haben.

„Es ist nicht das erste Mal, dass den Behörden ein solcher Ermittlungserfolg gelungen ist. Das Besondere hierbei ist es, dass sich die Plantagen direkt im Zentrum der Stadt befunden hat. Aufgrund des Verkehrs ist es uns über einen langen Zeitraum nicht einmal aufgefallen, dass dort etwas Illegales gemacht wird. Wahrscheinlich hätten wir schneller davon Wind bekommen, wenn die Täter die Plantage in einem verlassenen Bauernhof betrieben hätten.“ sagte Bürgermeister Gerard Liefooghe gegenüber dem Radiosender 1.

Im Rahmen der Razzia kam es zu mehreren Hausdurchsuchen bei Menschen aus dem Umfeld der Hells Angels. Zudem wurde das Klubhaus des Chapters in Genk durchsucht. Wie die belgische Zeitung De Staandard berichtet, wurden während der Razzia, neben der Cannabis-Plantage, auch große Summen an Bargeld, Waffen und ein Sportwagen beschlagnahmt.

Polizei ermittelt gegen mehrere Mitglieder der Hells Angels

Die Staatsanwältin aus Kortrijk zeigte sich gestern wortkarg. „Bisher haben wir fünf Verdächtige festgenommen. Diese werden nun dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Allerdings können wir keine genaueren Informationen zu den Hintergründen geben, da sich noch immer einige Täter auf der Flucht befinden und es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Wir können lediglich sagen, dass die Aktion Teil einer großangelegten Ermittlung gegen die Hells Angels und deren Verwicklungen in den Drogenhandel ist.", sagte Karolien Ververken gegenüber Het Laatste Nieuws.

Im Rahmen der Razzia stürmten mehrere Beamte auch die Wohnung des Vermieters der Immobilie. Dieser zeigte sich jedoch völlig ahnungslos und überrascht. „Für mich gab es keinerlei Hinweise, dass das Gebäude von Mitgliedern der Hells Angels für illegale Aktivitäten genutzt wurde. Die Mieter waren wirklich sehr nette und zuvorkommende Menschen. Allerdings kann ich mich auch nicht zu Einzelheiten äußern, da es sich zurzeit um ein schwebendes Verfahren handelt.“, wird Kris Brusselmans von der Zeitung zitiert.

 

Bildquelle: Kapo ZH