Seit dem Jahr 2013 liefern sich die #Hells Angels in Karlstad einen erbitterten Kampf mit der dortigen Stadtverwaltung. Der Grund für die Auseinandersetzungen sind die andauernden Versuche der Stadt, den Motorradklub aus seinem Klubhaus zu vertreiben.

Hells Angels kämpfen für Klubhaus

Im Mai 2013 begann der Kleinkrieg zwischen den Hells Angels und der Stadtverwaltung in der schwedischen Stadt Karlstad. Vor zweieinhalb Jahren hat die Stadt das Grundstück erworben, auf dem sich das Klubhaus des Motorradklubs befindet. Ziel des Kaufes war es, die ungeliebten Mieter von dem Grundstück zu vertreiben. Allerdings hat die Stadt bei der Kündigung des Pachtvertrages einen Fehler begangen, so dass die Hells Angels gegen diese vor Gericht gezogen sind. Sowohl das Amtsgericht als auch das Berufungsgericht hatten dem Motorradklub Recht gegeben, so dass der Fall eigentlich beendet schien.

Trotz der Unsummen an Gerichtskosten und der beiden Niederlagen, gab die Stadt allerdings nicht auf. Sie hat sich nun einen neuen Kündigungsgrund ausgedacht, um den Motorradklub aus dem Klubhaus zu vertreiben. Die Tatsache, dass das Gebäude nicht versichert ist, könnte dem Motorradklub nun tatsächlich zum Verhängnis werden. Das Landgericht hat der Stadt im Dezember Recht gegeben, so dass der Weg für eine Kündigung nun endgültig frei sein könnte.

Polizei und Stadt kämpfen mit harten Bandagen gegen die Hells Angels

Zwar hatten die Hells Angels mit dem Vormieter vertraglich vereinbart, dass diese das Gebäude nicht versichern müssten, allerdings wurde diese Vereinbarung unwirksam, als die Stadt das Grundstück übernommen hatte. Dabei hatten der Motorradklub mehrfach erfolglos probiert das Gebäude zu versichern. Wie die schwedische Zeitung Expressen schreibt, sollen sowohl die Polizei als auch die Stadtverwaltung  das Gerücht verbreitet haben, dass es sich bei den Hells Angels um eine kriminelle Vereinigung handelt. Auf dieser Grundlage haben die ansässigen Versicherungen dann den Antrag auf Versicherungsschutz abgelehnt.

Anwalt Ismo Salmi hat bereits angekündigt, dass er und der Motorradklub gegen das Urteil Berufung einlegen wollen. „Die Hells Angels sind die perfekten Mieter und werden sich auf keinen Fall aus Karlstad zurückziehen. Im Gegensatz zu der Polizei und der Stadt denken viele Leute, dass der Motorradklub ein Teil der Gesellschaft ist. Daher werden wir weiterkämpfen.“, sagte er gegenüber dem Expressen.

Bildquelle: Wikicommons unter CC BY 2.5 durch David Shankbone

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