Im Zuge der wachsenden Sicherheitsbedenken innerhalb der Bevölkerung hatten verschiedene Motorradklubs wie die Red Devils, #Hells Angels und der Box-Club Bruderschaft Fist Fighter South District angekündigt, Menschen in Notfallsituationen zur Seite zu stehen. Während Polizei, Medien und Politik keine Gelegenheit auslassen, um gegen die Pläne zu hetzen, finden diese in der Bevölkerung immer mehr Zuspruch.

Hells Angels-Unterstützer in Tuttlingen willkommen

Die Hells Angels-Unterstützer Red Devils hatten in der letzten Woche in Baden-Württemberg für besonders viel Aufsehen gesorgt. Die beiden Ableger aus Rottweiler und Tuttlingen hatten geschrieben, dass sie Personen die sich bedroht vorkommen zukünftig ohne Wenn und Aber helfen werden.

In der Bevölkerung stoßen diese Vorschläge auf große Zustimmung. „Ich finde es gut, wenn nun Rocker für mehr Sicherheit in Tuttlingen sorgen“, sagte beispielsweise die 17-jährige Laura Raletic gegenüber der Schwäbischen Zeitung und auch in den sozialen Netzwerken wurden die Pläne der Hells Angels-Unterstützer wohlwollend aufgenommen. Dabei sind solche Meinungen bei weitem kein Einzelfall.

In Dänemark kämpft inzwischen eine ganze Kleinstadt für die Rechte der Hells Angels. Einwohner Tom Larsen betonte in einem Interview, dass die Rocker größtenteils friedfertige Menschen sind und nicht annährend so viele Straftaten verüben würden, wie häufig behauptet und sprach damit das aus, was die meisten Bewohner der Kleinstadt denken.

Stimmungsmache gegen die Hells Angels-Unterstützer

Die Polizei und die Medien scheinen jedoch sehr wenig von derartigen Ideen zu halten. Bereits kurz nach dem ersten Post der Red Devils auf Facebook probierten viele Medien und Politiker die Bevölkerung vor einer derartigen Selbstjustiz zu warnen. Der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) bezeichnete die Hells Angels-Unterstützer abwertend als „solche Herrschaften“ und hob im Südkurier hervor, dass diese angeblich alle im Zusammenhang mit schweren Straftaten stehen würden und auch die Polizei bringt immer wieder "den kriminellen Rocker" ins Spiel und bezichtigt die Mitglieder der Motorradklubs, sich durch solche Ankündigungen lediglich aufspielen zu wollen. Dabei ist es erwiesen, dass der Generalverdacht gegen sogenannte Rocker haltlos ist. Ziel solcher Aussagen scheint es zu sein, die Bevölkerung weiter zu verunsichern.

Da passt es auch ins Bild, dass die schwäbische.de die Red Devils nun der Lüge bezichtigt. Dabei sollen diese angeblich einen Vorfall in Villingen erfunden haben. Aufgrund der Tatsache, dass sich bei der Polizei bisher kein geschädigter gemeldet habe und der Post nicht mehr auf Facebook sichtbar ist, wird den Red Devils unterstellt mit Lügengeschichten Stimmungsmache gegen die Polizei zu betreiben. Die Tatsache, dass mit derartigen Beiträgen Stimmung gegen die Mitglieder von Motorradklubs gemacht wird, vernachlässigt die Zeitung selbstverständlich.

Bruderschaft Fist Fighter South District und Hells Angels als erfolgreiche Beispiele der Bürgerwehren

Beispiele von ersten Erfolgen der Bürgerwehren lassen sich in den sozialen Netzwerken viele finden. Die Bruderschaft Fist Fighter South District hatte beispielsweise am 16. Januar drei Frauen beschützt die von fünf Männern verfolgt wurden und diese so wahrscheinlich vor schlimmeren bewahrt. Viele Türsteher in Hamburg hatten sogar bereits in der Silvesternacht etliche Frauen vor den wütenden Männerbanden geschützt, indem sie diese aus dem Gedränge gezogen hatten. Dabei haben die Türsteher bereits weitere Unterstützung angekündigt. Die Hells Angels und die Türsteher in Hannover haben sogar eine eigene Telefonnummer veröffentlicht, an die sich Menschen wenden können, die sich unsicher fühlen und bietet diesen an, sie zum Auto oder Taxi zu begleiten. Leider wird über die positiven Taten jedoch kaum bis gar nicht berichtet.

Bildquelle: Flickr unter CC BY 2.0 durch Peachy Weasel