"Du bist ein Rechtsradikaler"..... "das ist doch ein Brauner"..... "so urteilt nur ein Nazi". Alles zusammen Worte die in unserer Gesellschaft sehr schnell über die Lippen kommen, wenn jemand zu den Geschehnissen dieser Tage im Zusammenhang mit ausländischen Mitbürgern etwas kritischer Stellung bezieht. Nur allzu verständlich sind dann die warnenden Worte wie "... sag das nicht so laut sonst heißt es Du bist ein Rechter"!

Gibt es in unserer Gesellschaft nur noch zwei Gruppen von Menschen - die Duckmäuser auf der einen und die Nazis auf der anderen Seite? Dieses typische sowie von der Presse teils mit geförderte Schwarz-Weiß-Denken schafft im Grunde noch mehr (Kommunikations-)Probleme und genau genommen auch den Nährboden für die eigentlich wirklich rechte Gesinnung.

Es gibt extreme Rechte in unserem Land - überhaupt keine Frage. Deren Sichtweisen wirken teils durchaus befremdlich. Es wirkt aber nicht nur billig alle in diesen Topf zu werfen, die vor nicht allzu langer Zeit nicht Konfekt- und stofftierschwenkend an Bahnhöfen standen, es ist definitiv der falsche Umgangston. Sowohl von Politikern, Presseleuten und den Nachbarn von nebenan.

Wer Angst hat drückt diese in Kritik aus

Viel dieser Kritik basiert auch zu einem gewissen Teil auf Angst, einer Angst die durch den Terrorismus mitten in Europa durchaus berechtigt und somit völlig legitim ist. #Kriminalität und Terrorismus liegen auch gerne mal wegen der praktizierten Schönmalerei unserer Presse sehr eng beieinander und werden nicht mehr unmittelbar unterschieden. Es ist auch nicht so ungewöhnlich, dass Täter wenn sie ausländischer Abstammung sind, bewusst so lange wie möglich nicht als solche in den Medien bezeichnet werden.

So wird nach außenhin ein Bildnis unserer Gesellschaft projiziert, welches es so nicht gibt bzw. völlig "falsche Schatten" wirft. Auch dies schürt zusätzlich Ängste und Verunsicherung in der Bevölkerung, welche sich wieder die Kritik als Ventil sucht. Wenn der Staat Ängste nicht wahrnimmt obwohl sie deutlich vorhanden sind, wenn er keine umfassenden Antworten auf die vielen offenen Fragen liefert oder generell bereit ist sie zu liefern, darf er sich nicht wundern, wenn daraus eine gewisse Wut entsteht. Mit rechtem Gedankengut hat dies nichts zu tun.

Es ist zu einfach, diese Menschen pauschal in eine über 70 Jahre alte Schublade zu stecken und ihnen einen Stempel aufzudrücken. Leider verlieren manche Menschen wegen ihrer "rosaroten Brille der Hilfsbereitschaft" den Blick auf die Realität der Dinge. Hilfe zu leisten ist etwas schönes, Hilfe zu leisten kann auch den Helfenden glücklich machen. Allerdings braucht jede Hilfsbereitschaft eine Basis, die Basis des Machbaren.

Jegliche Hilfe die über jene Basis hinausgeht ist nicht mehr als blinder und eigengefährdender Aktionismus. Wer dies erkennt und schließlich beim Namen nennt ist kein Nazi, er nimmt sich lediglich das Recht die Dinge anders bzw. nüchterner zu beleuchten und ggf. Fakten auch direkt beim Namen zu benennen.

Foto: pixabay.de public domain #PEGIDA #Flüchtlinge