Ausgangspunkt dieser hoch brisanten Geschichte, die Expertenanhörung zur TPD II Tabakgesetz im Deutschen Bundestag, vom 17.02.2016,.

Die Hauptakteure 

Als Experten zur Beurteilung der E-Zigarette wurden unter anderem die ausgewiesene Gegnerin der E-Zigarette, Frau Dr. Martina Pötschke-Langer vom DKFZ und der Grazer Toxikologe und E-Zigaretten Befürworter, Prof. Dr. Bernhard-Michael Mayer von der Universität Graz, in den Bundestag eingeladen.

Die gesamte Debatte können Sie sich auf You Tube anschauen. Relevant für diesen Artikel ab 1:12:00.

Der Kern des Anstoßes ist Frau Dr. Pö.La. Aussage, das der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) von Propylenglycol (PG), bei 6-12 µg/m3 liegt und somit hoch toxisch wäre.

Zitat: "Tatsächlich ist das Chemikaliengemisch der E-Zigarette gesundheitsgefährdend. Es Käm .. es äh .. äh ist ein Chemikaliengemisch, das hier eingebracht wird in die Atemwege und die Lunge und vom Körper aufgenommen wird. Hier steht vor allem Polypropylen an erster Stelle zu nennen, .. äm .. das im hohen Maße inhaliert wird. Unsere MAK Kommission ...

... hat einen Grenzwert von Propylenglycol am Arbeitsplatz, mit  6-12 µg pro m3 angegeben." Zitat Ende.

Auf die weiteren Ausführungen kann und werde ich an dieser Stelle nicht eingehen, weil es sonst Rahmen dieses Artikels sprengen würde. 

Fünf mal Null ist Null

und nicht 6, oder 12, Frau Dr. !!!

Tatsächlich aber existiert nach eigener Recherche für D/L-1,2-Propandiol, so die chemische Bezeichnung für Propylenglycol, kein MAK-Wert. Laut der "MAK-Collection for Occupational Health and Safety", ist der MAK-Wert nicht festgelegt, die Werte der Spitzenbegrenzung für PG, liest sich wie folgt:

  • Hautresorption -
  • Sensibilisierende Wirkung -
  • Krebserzeugende Wirkung -
  • Fruchtschädigende Wirkung -
  • Keimzellmutagene Wirkung -

Diese offene Lüge vor laufenden Kameras und vor einem Toxikologen, der es besser weiß, in einer öffentlichen Sitzung sprengt alles bisher da gewesene, was sich diese Frau und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes bislang um die Debatte der E-Zigarette geleistet hat. Das kann sich meiner Meinung nach nur jemand erlauben, der keine Sanktionen oder sonstige Nachteile zu erwarten hat. Wenn hier Verschwörungstheorien auftauchen und ihre Blüten treiben, kann man es den Menschen und im speziellen den "Dampfern" nicht mehr verübeln, da Frau Dr. Pötschke-Langer zudem ein wissenschaftliches Mitglied des "Wissenschaftlichen Aktionskreises Tabakentwöhnung (WAT) e. V." ist. Die Gründung geht übrigens auf einen namhaften Pharmakonzern für Nikotinersatzpräparate zurück.

(Ein Artikel hierüber ist bereits in Arbeit und wird hier demnächst erscheinen. Man darf also jetzt schon gespannt sein.)

Etikette fehl am Platz?

Ich finde ja, da es sich um eine schwere Verfehlung handelt. Es steht für die öffentliche Gesundheit zu viel auf dem Spiel. Professor Bernhard-Michael Mayer verzichtete jedoch aus Anstandsgründen, wie er es selber auf seiner FB-Seite formulierte bei der öffentlichen Anhörung darauf, seine Gegenspielerin vor laufenden Kameras, bloß zustellen. Ich vermute mal, dass er von dieser offensichtlichen und so dreisten Lüge in einer öffentlichen Anhörung völlig überrascht wurde, sodass er auf diese Steilvorlage nicht gleich reagieren konnte, wohl auch aus Mangel an der ihm zur Verfügung stehenden Redezeit. Aber dies ist wie gesagt nur eine Vermutung von mir.

Keine Reaktion von Seiten des DKFZ!

Auf meine Anfrage an die Pressestelle des DKFZ in Heidelberg um eine Klärung des Sachverhalts erfolgte weder eine Klarstellung und auch kein Dementi zu dieser ungeheuerlichen und erneuten Lüge von Frau Pötschke-Langer. Man hüllt sich somit in Schweigen.

Sicherlich ist man sich im Hause des "Deutschen Krebsforschungszentrums" durchaus bewusst, welch ein gravierender Imageschaden in der Öffentlichkeit entstehen würde, würde sich ein bestimmtes Blatt mit Millionenauflage, sich dieser Dreistigkeit annehmen. Doch damit ist wohl nicht zu rechnen. #Gesundheit