Mitgliedern von Motorradklubs wie den #Hells Angels, Mongols, Finks, Gypsy Jokers, Rebels,  Comancheros, Descendants, Bandidos, Nomads oder Red Devils stehen in Australien schwere Zeiten bevor. Die bereits seit Jahren sehr strikten Gesetze gegen Rocker, sollen nun nämlich nochmals verschärft werden.

Rocker werden ausgewiesen

Am letzten Freitag hat Australien mehr als 80 Menschen ihre Visa für illegale Aktivitäten und Verbindungen zu Motorradklubs wie den Hells Angels entzogen und damit den Kampf gegen Rocker nochmals verschärft. Migrationsminister Peter Dutton gab nun bekannt, dass seit Mitte 2014 bereits Ermittlungsverfahren gegen 81 Rocker eingeleitet wurden. 27 von ihnen wurden bereits abgeschoben und die restlichen 54 warten derzeit auf ihre Ausweisung. Auch die neusten 80 Personen denen am Freitag ihr Visa entzogen wurde, müssen mit einer Abschiebung rechnen.

„Unsere Regierung ist sehr froh darüber, denn Rocker endlich den Kampf ansagen zu können. Die Mitglieder von Motorradklubs verängstigen und verunsichern schließlich tausende von Australiern. Unsere Regierung wird sicherstellen, dass wir Ausländer abschieben, die in unserem Lande Straftaten begehen.“, so Peter Dutton gegenüber der australischen Zeitung Daily Mail.

Australien hat bereits heute einige der härtesten Gesetze gegenüber Mitglieder von Motorradklubs. Trotz alledem sieht sich das Land verstärkt Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Klubs ausgesetzt. Laut dem Minister gibt es in Australien 38 Outlaw Motorcylce Clubs mit circa 4.500 aktiven Mitgliedern. Hinzu kommen noch mehrere tausend Menschen, die den Klubs nahestehen und diese unterstützen. Die einflussreichsten Motorradklubs sind dabei zurzeit die Hells Angels, Comancheros, Rebels, Finks und Mongols.

Hells Angels, Mongols und Co. sollen nachhaltig geschwächt werden

Angesichts dieser Daten nannte der australische Justizminister Michael Keenan die Rocker jüngst das öffentliche Gesicht der organisierten Kriminalität in Australien. „Wir wissen, dass die verschiedenen Motorradklubs den Drogenhandel kontrollieren und immer mehr Einfluss in Australiens Unterwelt erlangen. Des Weiteren sind die Rocker in den Bereichen des Waffenhandels, der Geldwäsche und räuberischer Erpressung aktiv.“ so Keenan in der Daily Mail. Um Motoradklubs wie die Hells Angels, Comancheros, Rebels oder Finks nachhaltig zu schwächen, werden zukünftig die verschiedensten Regierungsressorts, von der Einwanderungsbehörde bis hin zur Steuerfahndung und Sondereinheiten der Polizei, zusammenarbeiten.

Hells Angels kämpfen gemeinsam mit anderen Motorradklubs für ihre Rechte

Es bleibt zu hoffen, dass der australische United Motorcycle Council of Queensland von Rockern im ganzen Land als Vorbild genommen wird und Mitglieder der Hells Angels, Finks, Mongols, Comancheros und Rebels sich auch auf Landesebene organisieren, um gemeinsam gegen diese Gesetze vorzugehen. Schließlich sind sie im Bundesstaat Queensland kurz davor, durch ihr gemeinsames Engagement für eine Lockerung der Rockergesetze zu sorgen. Angesichts der zunehmenden Polizeieinsätze gegen Rocker in Deutschland, wäre auch hierzulande eine Zusammenarbeit der verschiedenen Motorradklubs wünschenswert. So könnte es diesen auch gelingen, der Vorverurteilung von Rockern und dem negativen Bild in der Öffentlichkeit entgegenzuwirken.