Schüsse auf Plakatierer, Menschenjagden durch Städte oder Denunziationen im Netz und auf der Straße: AfD-Wahlkämpfer müssen sich dieses Jahr wirklich so einiges gefallen lassen. Die Stimmung in Hinblick auf die Asylkrise und die Positionen der umstrittenen Partei, die morgen wohl in drei weitere Landtage einziehen wird, befindet sich längst auf dem Siedepunkt.

Fast gab es unbeteiligte Todesopfer

Politische Gegner der AfD schrecken dabei offenbar selbst vor Mordversuchen nicht mehr zurück. Am vergangenen Donnerstag wäre es im baden-württembergischen Nürtingen beinahe nicht mehr nur bei einem Versuch geblieben. Besonders erschreckend: Es wären weder Funktionäre noch Mitglieder der Partei betroffen gewesen, sondern unbeteiligte Dritte und ein bezahlter Sicherheitsmitarbeiter!

Dieser setzte sich nach seiner Arbeit auf einer Wahlkampfveranstaltung der Partei in sein Auto und fuhr nach Hause. Er bemerkte noch ein Rattern und dann war es auch schon passiert: Mitten in einer Kurve löste sich ein Rad des PKW und schoss ungebremst in ein Gebäude - um Haaresbreite an einer völlig unbeteiligten Radfahrerin vorbei, die bei einer Auto-Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde innerorts und einem Gewicht von Rad und Felge von zusammen etwa 20 Kilogramm ebenso wie der Fahrer in Lebensgefahr schwebte. Die Unfallursache: Unbekannte hatten heimlich am PKW die Radmuttern gelockert. Das Perfide: Von außen ist dies praktisch nicht zu erkennen und auch bei der Fahrt merkt man es anfangs nicht. Erst wenn die Schrauben sich weiter aus ihrer Fassung gelöst haben, tritt ein klackerndes Geräusch auf. Doch dann ist es - wie auch hier - meist schon zu spät.

Diesmal hatten alle unglaublich viel Glück gehabt: Der Fahrer konnte das Fahrzeug nach 100 Metern irgendwie zum Stehen bringen und blieb abgesehen von einem Schock unverletzt. Die Polizei vermutet, dass AfD-Hasser hinter der Tat stecken und die Radmuttern wohl vor oder während der Veranstaltung gelöst worden sein könnten. Zeugen können Hinweise bei der Polizei in Metzingen, Tel. 07123-924-0, abgeben.

Kein Einzelfall - Linksextreme Gewalt auf dem Vormarsch

Dafür, dass hinter dem Anschlag die Antifa stecken könnte, spricht die perfide und feige Vorgehensweise, die bei den Linksextremisten schon bestens erprobt ist. Bereits 2014 gab es einen ähnlichen Anschlag auf den ehemaligen AfD-Europaparlamentsabgeordneten Bernd Kölmel, dessen Reifen so präpariert wurden, dass während der Fahrt langsam die Luft entweicht. Nur auf Grund eines elektronischen Warnhinweises in seinem Mercedes konnte der Politiker Schlimmeres verhindern. Die aktuellen Bundesverfassungsschutzberichte von 2012 bis 2014 geben Aufschluss darüber, wie hoch die Bereitschaft von Linksextremisten ist, Gewalt gegen Andersdenkende anzuwenden: 2012 gab es acht, 2013 drei und 2014 sieben versuchte Tötungsdelikte von Linksextremisten. Die Gesamtzahl der Gewaltdelikte pro Jahr schwankt um 1000 Gewaltstraftaten - sogar mehr, als Rechtsextreme verüben.

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