Auch wenn bei der Landratswahl im brandenburgischen Havelland die Alternative von Deutschland (#AfD) am Sonntag keinen Landrat stellen konnte, bleibt die Partei im Umfragehoch. Den Erfolg der rechtspopulistischen Partei habe man laut AfD-Politiker #Björn Höcke vor allem dem Protestbündnis #PEGIDA zu verdanken. Gerade die PEGIDA-Bewegung sei ein Wegbereiter für die letzten Wahlerfolge der AfD gewesen, so der Politiker.

"Ich sage danke!"

Höcke, der auch für seine Verbalattacken bekannt ist, lobte die PEGIDA als eine parlamentarische Vorfeldorganisation in Dresden. In der sächsischen Landeshauptstadt fanden in der Vergangenheit immer wieder sogenannte Montagsdemonstrationen statt. Höcke weiter: "Ich sage danke. Ohne Pegida wäre die AfD nicht, wo sie ist." Auf den Demonstrationen war häufig auch Björn Höcke ein bejubelter Redner. Seine Aussagen zielten nicht selten auf platten Populismus und Rattenfängerei ab. So sah er zuletzt eine Gefahr für blonde Frauen in Sachsen und Thüringen, die sich wegen den Flüchtlingen nicht mehr sicher sein können. Auch innerparteilich ging man in der Vergangenheit wegen solcher und anderer Sprüche häufiger auf Distanz zu Höcke.

Höcke fordert deutsche Sprache als Landessprache

In seiner Rede im Landtag erklärte Höcke weiter, dass die AfD auch eine "fundamentaloppositionelle Bewegungspartei" sei. Die AfD muss mit ihren Anliegen stärker auf die Straße gehen. Weiter legte der Fraktionsvorsitzende nach und kündigte an, dass die deutsche Sprache als Landessprache in der Landesverfassung verankert werden muss. Die Thüringer AfD will deshalb einen Antrag dazu stellen. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) entlarvte in einem Bericht im "Thüringen Journal", dass anwesende Parteimitglieder weder das Parteiprogramm kennen, noch die wirklichen Ziele der AfD. Die vom MDR befragten Anhänger haben sich nicht wirklich mit Höckes AfD-Programm auseinandergesetzt.

Foto: AfD-Landtags TV / Screenshot (Archiv)

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